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Fulhams Bobby Zamora (l.) bekam es mit Dominguez zu tun © getty

Die spanischen Favoriten besiegen den FC Fulham in einem umkämpften Finale nach Verlängerung. Matchwinner ist Diego Forlan.

Hamburg - Diego Furlan hat Atletico Madrid zum ersten Europapokalsieg seit 48 Jahren geschossen.

Der Stürmerstar aus Uruguay erzielte bei der Premiere der Europa League beide Treffer zum 2:1 (1:1, 1:1)-Sieg nach Verlängerung im Endspiel in Hamburg gegen den FC Fulham.

Er sorgte damit quasi im Alleingang für die zweite internationale Trophäe des neunmaligen spanischen Meisters nach dem Pokalsieger-Cup 1962. (DATENCENTER: Europa League)

Dagegen müssen die "Cottagers" aus London, die unter anderem im Halbfinale den Hamburger SV und im Viertelfinale den VfL Wolfsburg ausgeschaltet hatten, weiter auf ihren ersten internationalen Titel warten.

Forlan macht alles klar

Forlan sorgte mit seinem Tor in der 116. Minute kurz für die Entscheidung und wendete damit ein Elfmeterschießen noch ab.

In der regulären Spielzeit hatte Forlan die Iberer mit seinem fünften Europa-League-Treffer bereits in Führung gebracht (32.). Für den 1:1-Ausgleich hatte Simon Davies gesorgt (37.).

"Die ganze Stadt wird sich freuen"

"Es ist ein Traum, solche Tore zu schießen. Es war das richtige Timing", sagte Matchwinner Forlan.

"Das war ein unglaubliches Spiel und ein einzigartiger Moment. Jetzt wollen wir schnell nach Hause und feiern. Die ganze Stadt wird sich freuen", sagte Matchwinner Forlan.

Hodgson verärgert über Schlussphase

Fulham-Coach Roy Hodgson war dagegen enttäuscht:

"Es ist traurig, das Finale zu verlieren. Wir hatten viele Spiele in der Saison. Das war der Grund. Wir haben in den letzten Minuten geschwächelt. Wir hätten nur noch ein bisschen durchhalten müssen, dann wären wir im Elfmeterschießen gewesen."

Atletico mit gutem Beginn

Die erste Schrecksekunde im Spiel hatten die Anhänger des Premier-League-Klubs, darunter auch Edelfan Hugh Grant, zu überstehen.

In der 12. Minute tauchte Forlan erstmals gefährlich im gegnerischen Strafraum auf und hätte beinahe das 1:0 für die Spanier erzielt.

Doch der Schuss des gebürtigen Uruguayers ging nur an den Pfosten. Vier Minuten später konnte sich Fulhams deutschstämmiger Torwart Mark Schwarzer erstmals auszeichnen, als er einen platzierten Freistoß von Jose Antonio Reyes entschärfte.

Fulham hält dagegen

In der Folgezeit kamen auch die sehr defensiv eingestellten Engländer besser ins Spiel und sorgten durch Schüsse von Zoltan Gera (17.) und Davies (20.) für erste Szenen vor dem Tor der Madrilenen.

Die ließen sich jedoch nicht beirren und kamen nach einer halben Stunde zur verdienten Führung, als Forlan nach einem missglückten Schuss von Sergio Aguero plötzlich an den Ball kam und Schwarzer aus acht Metern keine Chance ließ.

Fulham schlug jedoch nur fünf Minuten später zurück und markierte durch einen schönen Volleyschuss von Davies das 1:1.

Londoner in zweiter Hälfte stärker

Nach dem Seitenwechsel erkämpften sich die Londoner mehr Spielanteile und hatten auch die erste gute Tormöglichkeit.

Nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld lieferte sich Gera ein Laufduell mit Atletico-Keeper David de Gea, der knapp vor dem ungarischen Offensivspieler an den Ball kam und die Situation klärte (52.).

Die nächste Chance hatte Davies mit einer Direktabnahme im Strafraum, die de Gea aber ebenfalls parierte (60.).

Während die Südeuropäer in dieser Phase immer seltener vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchten, blieb Fulham am Drücker.

Ein Schuss aus 18 Metern von Damien Duff ging allerdings knapp am Kastenvorbei.

Großchance für Atletico

In der Verlängerung war dann wieder Atletico am Drücker.

In der 105. Minute hatte dabei Aguero die Riesenchance zum 2:1, als er aus einem Meter den Ball ans Außennetz setzte.

Beste Akteure bei den Spaniern waren Forlan und Aguero. Auf Seiten der `Cottagers" waren Schwarzer und Dickson Etuhu die Besten.

Zur Unterstützung der beiden Finalisten waren aus Spanien und England jeweils rund 15.000 Fans in die Hansestadt gereist.

In der mit 49.000 Zuschauern ausverkauften Hamburger Arena blieben auch deshalb einige Plätze leer, weil enttäuschte HSV-Fans ihre vor den Halbfinals erworbenen Tickets teilweise nicht nutzten.

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