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Pavel Pogrebnyak (M.) hat in 14 Länderspielen drei Tore für Russland erzielt © imago

Der VfB Stuttgart erreicht trotz eines enttäuschenden Unentschiedens im Rückspiel gegen Molde FK die Europa-League-Playoffs.

Stuttgart - Mit viel Mühe hat der VfB Stuttgart die erste Etappe auf dem Weg in die Europa League erfolgreich bewältigt.

Der Bundesligist kam im Rückspiel in der dritten Qualifikationsrunde zuhause gegen Molde FK nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus.

Doch nach dem 3:2 vor einer Woche beim Tabellen-13. aus Norwegen kam der VfB mit einem blauen Auge davon.

Den Stuttgarter Ausgleich erzielte Timo Gebhart erst in der Nachspielzeit.

Um sich für die Gruppenphase in der Europa League zu qualifizieren, muss das Team von Trainer Christian Gross nun noch die Playoffs am 19. und 26. August überstehen.

Stuttgart spielt schwach

Die Auslosung für die nächste Runde, in der dann auch die Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen ins Geschehen eingreifen, findet am Freitagmittag statt.

Rund zwei Wochen vor dem Bundesligastart zeigte der VfB beim Heimdebüt des neuen Sportdirektors Fredi Bobic eine schwache Leistung.

Stuttgart musste dabei ohne seinen verletzten Kapitän Matthieu Delpierre, ohne seine WM-Fahrer Cacau und Serdar Tasci und ohne den zu Real Madrid gewechselten Sami Khedira auskommen.

Gross, der weiterhin auf die geforderten Verstärkungen wartet, steht vor dem Auftakt gegen Mainz noch jede Menge Arbeit bevor.

"Da erwarte ich mehr"

"Das Spiel war zwar kein Rückschritt, aber wir sind in der vergangenen Trainingswoche anscheinend auch nicht sonderlich weit gekommen", analysierte der Schweizer. "Da erwarte ich deutlich mehr. Besonders von den Außenspielern.

Gross kritisierte, dass sein Team völlig "ohne Rhythmuswechsel" gespielt habe, lobte aber die Moral der Mannschaft.

Christian Träsch hakte das Spiel schnell ab: "Wichtig ist am Ende, dass wir weitergekommen sind", meinte der Nationalspieler. "Trotzdem wartet bis zum Bundesligastart noch viel Arbeit auf uns."

Aussetzer in der Defensive

In der 41. Minute brachte Emil Johansson die Norweger in Führung.

Der Treffer des Mittelfeldspielers aus kurzer Distanz wurde durch einen kollektiven Aussetzer der VfB-Defensive begünstigt.

Die sah auch beim 0:2 durch Knut Rindaröy in der 49. Minute schlecht aus. Schon beim Hinspiel hatte sich die Stuttgarter Abwehr ohne Delpierre als äußerst anfällig gezeigt.

Pawel Pogrebnjak gelang in der 54. Minute per Kopf nach Freistoß von Timo Gebhart das wichtige 1:2.

VfB-Offensive ohne Esprit

Insgesamt fehlten den Aktionen des VfB, der noch mitten in der Vorbereitung steckt, aber Tempo, Ideen und Präzision, sodass die Norweger nur selten in Gefahr gerieten.

Die beste Möglichkeit vor der Pause besaß Pogrebnjak (15.), dessen Schuss aus zehn Metern Molde-Keeper Knut Lillebakk gekonnt abwehrte.

Auf der anderen Seite hatte der VfB bei einer Doppelchance durch Fall und Johansson Riesen-Glück, nicht schon früher in Rückstand geraten zu sein.

Nach dem Anschluss sicherer

Erst nach dem 0:2 wachten die Stuttgarter, bei denen sich mit Abstrichen nur Torschütze Pogrebnjak leicht abhob, etwas auf und erhöhten den Druck.

Zunächst scheiterte Ciprian Marica freistehend an Lillebakk, ehe Pogrebnjak nach einer Standardsituation traf.

Danach bestimmten die Stuttgarter weitgehend das Geschehen, mussten aber trotzdem noch die eine oder andere brenzlige Szene überstehen.

Das Spiel gegen die harmlosen Norweger zeigte deutlich auf, warum Gross noch den einen oder anderen neuen Spieler haben will (209112DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse).

Ayew kommt nicht, Degen schon

Bei seiner Suche hat der VfB aber die erste Niederlage einstecken müssen.

Der ghanaische WM-Teilnehmer Andre Ayew (20), mit dem sich die Schwaben angeblich schon einig waren, bleibt bei Olympique Marseille.

Dagegen steht der Transfer von Philipp Degen vom FC Liverpool kurz bevor.

Der Schweizer Nationalspieler soll für ein Jahr ausgeliehen werden. Auch Ibrahima Traore von Zweitligist FC Augsburg steht weiterhin auf der Wunschliste des VfB.

Beide Klubs konnten allerdings noch keine Einigung über die Ablöse erzielen.

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