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Cristian Molinaro (r.) und Daniel Didavi wehren den Angriff von Mattias Moström ab © getty

Die Stuttgarter haken den schwachen Auftritt gegen Molde rasch ab. Die Konzentration gilt jetzt dem Transfermarkt.

Stuttgart - Trotz eines Wacklers hat der VfB Stuttgart auf dem Weg in die Europa League die Hürde Molde FK mit einem 2:2 im Rückspiel genommen.

Der VfB Stuttgart misst sich nun in der Playoff-Runde mit dem slowakischen Traditionsklub Slovan Bratislava.

Stürmer Cacau sagte zu der kommenden Aufgabe: "Ich kenne den Gegner zwar nicht so gut, weiß aber, dass sie eine spielstarke Mannschaft sind."

Und Trainer Christian Gross kommentierte: "Das ist ein starker Gegner, der in der dritten Runde Roter Stern Belgrad ausgeschaltet hat. Wir wollen die Gruppenphase erreichen und werden alles dafür tun."

Zudem erneuerte Christian Gross seine Forderung nach Verstärkungen.

Und der erste Wunsch des Trainers vom VfB Stuttgart wurde erhört: Philipp Degen vom FC Liverpool wird ablösefrei für ein Jahr ausgeliehen.

Der 27 Jahre alte Rechtsverteidiger unterzog sich am Freitag der obligatorischen sportmedizinischen Untersuchung.

Degen als Wunschkandidat von Gross

Der schweizerische Nationalspieler, der von 2005 bis 2008 bei Borussia Dortmund spielte und in Liverpool noch bis 2011 einen Vertrag besitzt, gilt als Wunschkandidat von Gross.

Degen kann die Schwaben bereits im DFB-Pokal am 14. August gegen Drittligist Babelsberg, vor allem aber in der Play-Off-Runde zur Europa League am 19. und 26. August verstärken.

"Ich freue mich riesig. Christian Gross ist einer der besten Trainer, die ich bis jetzt hatte. Er hat mich stark gemacht, ich wurde groß unter ihm", sagte Degen.

Ayew kommt nicht

Doch mit dessen Verpflichtung sind die Transferaktivitäten des VfB noch längst nicht abgeschlossen, auch wenn der Deal mit dem ghanaischen WM-Teilnehmer Andre Ayew am Donnerstag platzte.

Ayew bleibt nun doch bei Olympique Marseille.

Bobic: "Wir haben noch eine andere Option"

Für VfB-Sportdirektor Fredi Bobic ist die Absage des 20-Jährigen aber "nicht so schlimm. Wir haben noch eine andere Option, die gut zu uns passen könnte. Da wird in den nächsten Tagen eine Entscheidung fallen", sagte Bobic nach dem Qualifikations-Rückspiel gegen Molde.

"Wir werden kreativ sein", fügte Gross an.

Weiter Interesse besteht an Ibrahima Traore von Zweitligist FC Augsburg. "Das Thema ist noch nicht vom Tisch. Aber die Vorstellungen der Vereine liegen noch zu weit auseinander", erklärte Bobic.

Schwaben wollen sparen

Er verdeutlichte in diesem Zusammenhang noch einmal, dass der VfB trotz der Einnahmen in Höhe von 14 Millionen Euro von Real Madrid für Sami Khedira auch weiterhin "keine großen Sprünge" machen werde.

Das Geld werde nicht komplett wieder in neue Spieler fließen, so der VfB-Sportdirektor: "Durch dieses Jahr müssen wir durch."

(209112DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse).

Dem VfB fehlen die Einnahmen aus der Champions League, der Klub muss aber auch Mindereinnahmen durch den Umbau des Stadions verkraften.

Dass beim VfB dringend Bedarf besteht, wurde am Donnerstagabend gegen Molde, aktuell Tabellen-13. in Norwegen, klar.

VfB-Abwehr lädt Gegner ein

Der VfB präsentierte sich rund zwei Wochen vor dem Bundesligastart gegen Mainz den 11.500 Zuschauern in schwacher Verfassung, vor allem die Abwehr um den unsichern Torhüter Sven Ulreich erwies sich ohne den verletzten Kaptiän Matthieu Delpierre wie schon beim 3:2 im Hinspiel als sehr anfällig.

"Die Verteidigung wird sicher nicht mehr so aussehen. Christian Gentner wird ins Mittelfeld rücken", meinte Gross, der bei den Gegentoren durch Emil Johansson und Knut Rindaröy "einfache Fehler" bemängelte.

Gross: "Ich verlange mehr"

Auch sonst war er "nicht zufrieden. Wir haben immer die falschen Lösungen gesucht. Ich verlange mehr."

Deshalb setzt Gross, der vor allem auf den Außenpositionen im Mittelfeld Handlungsbedarf sieht, auf seine WM-Rückkehrer Serdar Tasci und Cacau, aber auch auf den einen oder anderen neuen Akteur, "der kommen muss, damit wir eine kompakte Mannschaft präsentieren können".

Immerhin lobte der Schweizer die Moral seiner Truppe, die einen 0:2-Rückstand gegen Molde durch Tore von Pawel Pogrebnjak (54.) und Timo Gebhart (90.+3) noch egalisierte.

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