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Michael Ballack wurde 2002 mit Leverkusen Vizemeister und stand im CL-Finale © getty

Vor den Playoff-Hinspielen in der Europa League mahnen Offizielle von Stuttgart und Dortmund zur Vorsicht. Leverkusen blickt auf Ballack.

München - Die Fans träumen schon von Reisen nach Liverpool, Manchester oder Turin, doch vor dem Einzug in die attraktive Gruppenphase der Europa League haben die Fußball-Götter den Schweiß gesetzt.

Hohe Erwartungen, großer Druck und die Angst vor einer Blamage lasten auf den drei Bundesligisten Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und den VfB Stuttgart vor den Playoff-Hinspielen.

Bayer macht den Anfang

Als erstes Team geht es am Donnerstag für Leverkusen im Heimspiel (ab 18.15 im LIVE-TICKER und LIVE im TV) gegen den ukrainischen Pokalsieger Tawrija Simferopol um eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche.

Es folgen Stuttgart gegen Slovan Bratislava (ab 18.30 Uhr im LIVE-TICKER) aus der Slowakei und schließlich der BVB gegen die Nobodys von Qarabag Agdam aus Aserbaidschan (ab 20.50 Uhr im LIVE-TICKER).

Alle Augen auf Ballack

In Leverkusen wird Michael Ballack voraussichtlich nicht in der Anfangsformation stehen, trotzdem werden alle Blicke auf ihn gerichtet sein.

Denn der 33 Jahre alte Nationalspieler steht vor seinem Comeback bei Bayer, für das er letztmals vor acht Jahren in einem Pflichtspiel den Dress getragen hatte.

Noch kein Einsatz von Beginn an

Die letzten Trainingseinheiten konnte der ehemalige England-Legionär vom FC Chelsea, der noch an den Folgen der Syndesmoseverletzung aus dem FA-Cup-Finale gegen den FC Portsmouth laboriert, komplett absolvieren.

Am vergangenen Sonntag gegen den SV Wehen Wiesbaden hatte er erstmals wieder über 90 Minuten gespielt.

"Ballack muss über Kurzeinsätze zu seiner Normalform finden", hatte Trainer Jupp Heynckes bereits geäußert. So könnte der Nationalmannschaftskapitän in der BayArena vielleicht in der zweiten Halbzeit eingewechselt werden.

Stuttgart: Bobic mahnt zur Vorsicht

"Wir haben gute, prominente Spieler verloren. So etwas geht an keinem Team spurlos vorüber. Wir müssen extrem aufpassen", sagte indes Stuttgarts Manager Fredi Bobic.

Mehr Sorgen als das Duell mit dem slowakischen Pokalsieger macht ihm der enge Terminkalender Sorgen. Gestern Pokal in Babelsberg, heute Europacup in Bratislava, und morgen schon Bundesliga in Mainz: Bobic fürchtet, dass die Leistungen der Profis bei all dem Stress leiden.

"Wir haben in der vergangenen Saison schon einmal gesehen, wie schnell es nach unten gehen kann", sagte er.

Millionen für neue Spieler winken

Auch in Stuttgart ist der Einzug in die Gruppenphase wirtschaftlich wichtig. Es winken Millionen, die Bobic in Vladimir Weiss (Manchester City) oder Ibrahima Traore (FC Augsburg) investieren könnte. (209112DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

Trainer Christian Gross warnte derweil vor einem "ehrgeizigen Gegner", der uns noch mehr fordern wird als es Molde getan hat".

BVB-Boss betont wirtschaftliche Bedeutung

In Dortmund sind die Erwartungen ebenfalls groß. Vereins-Boss Hans-Joachim Watzke lässt keinen Zweifel an der Bedeutung des ersten internationalen Pflichtspiels der Westfalen seit zwei Jahren.

"Wir müssen klar festhalten: Die wichtigsten Begegnungen für den BVB in naher Zukunft sind diese Play-off-Spiele", sagte der Geschäftsführer.

Rund fünf Millionen Euro an Zusatzeinnahmen winken dem Champion-League-Gewinner von 1997 allein in der Gruppenphase.

Klopp appelliert an Fans

Trainer Jürgen Klopp will von einer vermeintlich leichten Aufgabe gegen den viermaligen aserbaidschanischen Meister und Pokalsieger von 2009 nichts wissen.

"Die schlechte Nachricht ist: Diese Jungs können richtig Fußball spielen. Aber da wir ja auch ein bisschen kicken können, glauben wir schon, dass wir diese Herausforderung erfolgreich bestreiten", meinte Klopp.

Rund 60.000 Zuschauer erwartet der BVB im ersten Pflicht-Heimspiel des Jahres. Und Klopp appellierte: "Ich hoffe einfach, dass trotz Wetter und später Anstoßzeit ganz, ganz viele Leute kommen. Wir als BVB sollten nichts am Gegner festmachen. Wir spielen Europa League. Das Licht ist an, das Stadion offen, also haben gefälligst auch alle da zu sein."

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