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Lob von allen Seiten für den japanischen Doppel-Torschützen Kagawa (r.) © imago

Der japanische Neuzugang ist nach seinen zwei Toren gegen Agdam schon der Liebling der BVB-Fans. Er selbst gibt sich bescheiden.

Dortmund - Den Standing Ovations für Shinji Kagawa folgte Schwerstarbeit für dessen Dolmetscher Junpei Yamamori.

"Zwei Tore vor den eigenen Fans zu schießen, das ist das absolute Highlight."

"Und deshalb freue ich mich unheimlich auf die neue Saison mit dieser Mannschaft, mit der ich große Ziele habe", ließ der japanische Neuzugang von Borussia Dortmund einer Riesenschar von Medienvertretern übersetzen

(276945DIASHOW: Europa-League-Playoffs: Die Hinspiele).

Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler begeisterte nicht nur durch seine Treffer (13. und 41.) beim 4:0 (4:0) im Playoff-Hinspiel der Europa League gegen Außenseiter Qarabag Agdam aus Aserbaidschan, sondern mit einer Vorstellung der Extraklasse, die vermuten lässt:

Der BVB und seine Scouts haben einen fußballerischen Rohdiamanten zum Schnäppchen-Preis (350.000 Euro Ausbildungs-Entschädigung an Cerezo Osaka) ausgegraben.

Ein erfolgreicher Distanzschuss, ein platzierter Kopfball, und ansonsten glänzte der neue Publikumsliebling mit exzellenter Technik, schnellen Dribblings und einem außergewöhnlichen Spielverständnis.

"Diese Mannschaft hat eine große Zukunft. Aber es gibt noch viele Kleinigkeiten, die ich verbessern muss, zum Beispiel dann das dritte Tor auch wirklich zu machen", ergänzte Kagawa.

Gute Ausgangslage

Als der sympathische Japaner nach 70 Minuten das erste Pflichtspiel im heimischen Stadion beendet hatte, erhoben sich 47.800 Zuschauer von ihren Sitzen und quittierten den vielversprechenden wie unterhaltsamen Auftritt mit anerkennendem Applaus.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Borussia dank eines weiteren Doppelpacks von Lucas Barrios (21. und 29.) bereits ein komfortables Polster für das Rückspiel am kommenden Donnerstag im 4700 km entfernten Baku erspielt.

Dortmund scheint für die neue Saison und den Bundesliga-Auftakt am Sonntag gegen Bayer Leverkusen gut gerüstet.

Watzke warnt

Nur Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wollte vom Einzug in die Gruppenphase noch nichts wissen:

"Wir sind noch nicht durch. Qarabag hat in den ersten zehn Minuten stark gespielt. Aber wir haben uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschafft."

Watzkes Vertrauen in die BVB-Youngsters dürfte jedoch groß genug sein, dass er schon einmal Gedanken an den Einsatz der geschätzten rund fünf Millionen Euro Zusatzeinnahmen aus der Gruppenphase verschwendet hat.

"Wir wollen ernten, was wir in den vergangenen Jahren gesät haben. Ernten in Form von zusätzlichen Millionen, die wir einspielen, um dann den nächsten Schritt zu machen", so Watzke.

Kleiner Schritt

Angesichts der nach neuesten Zahlen zwar weiter reduzierten, aber noch immer belastenden rund 60 Millionen Euro Verbindlichkeiten, werden es auch weiterhin kleine Schritte sein.

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