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Michael Ballack (M.) kam vor der Saison ablösefrei vom FC Chelsea nach Leverkusen © getty

Bayer-Coach Jupp Heynckes lässt bei der Reise zum Rückspiel der Europa-League-Playoffs in Simferopol gleich drei Stars zu Hause.

München/Simferopol - Der "Capitano" erhält eine schöpferische Pause.

Ohne Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack sowie Angreifer Stefan Kießling und Abwehrchef Sami Hyypiä reiste Bayer Leverkusen am Mittwochmorgen zum Playoff-Rückspiel in der Europa League am Donnerstag (19.45 Uhr im LIVE-TICKER) beim ukrainischen Pokalsieger Tawrija Simferopol.

"Michael hat jetzt zwei Spiele innerhalb kurzer Zeit bestritten. Er soll regenerieren, dann neue Trainingsreize setzen, damit er sich am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach in wesentlich besserer Form als in Dortmund präsentiert", erklärte Trainer Jupp Heynckes das Fehlen des 33-Jährigen.

Ballack hatte beim 3:0 im Hinspiel mit Beginn der zweiten Halbzeit sein Pflichtspiel-Comeback im Bayer-Dress gefeiert hatte (276945DIASHOW: Europa-League-Playoffs: Die Hinspiele).

Beim 2:0-Erfolg am vergangenen Sonntag in Dortmund hatte "Balle" sogar 90 Minuten durchgespielt.

Heynckes geht kein Risiko ein

Ballack hätte zwar gerne auf der Krim gespielt, doch der Bayer-Coach ließ keinen Zweifel: er entscheide, wer spiele oder nicht.

Der 65 Jahre alte Trainer-Routinier will auf keinen Fall ein Risiko eingehen, setzt auf Rotation, schließlich besitzt der Leverkusener Kader auch wesentlich mehr Tiefe als in der vergangenen Saison.

Pause auch für Kießling und Hyypiä

Nicht nur Ballack fehlt beim Gastspiel im heißen Simferopol, auch Nationalstürmer Kießling und der finnische Abwehrchef Hyypiä erhalten eine Kunstpause. Das Trio wird in der Zwischenzeit mit der zweiten Mannschaft des Werksklubs trainieren.

"Beim Stefan ist es doch genauso. Er ist erst zweieinhalb Wochen im Training. Er war in Dortmund wie immer 90 Minuten unterwegs, da kommt eine regenerative Pause zur rechten Zeit", äußerte Heynckes.

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Ähnliches gilt für Hyypiä, der aufgrund einer Knieblessur aus dem Pokalspiel in Pirmasens im Hinspiel gegen Tawrija gefehlt hatte, aber beim Bundesliga-Auftaktsieg beim BVB wieder mitgewirkt hatte.

K-Frage schwebt über allem

Natürlich birgt der Verzicht auf Ballack eine besondere Brisanz.

Denn schließlich herrscht nach wie vor großes Rätselraten, ob Bundestrainer Joachim Löw den bei der WM aufgrund seiner Syndesmoseverletzung fehlenden Mittelfeldstar für die kommenden EM-Qualifikationsspiele in Belgien (3. September) und gegen Aserbaidschan (7. September) bereits nominieren und die Kapitänsfrage abschließend klären wird.

Löw hatte Ballack höchstpersönlich in Dortmund beoachtet und ihm sogar vor dem Match eine aufmunternde SMS geschrieben. "Er hat ihn doch gesehen, er kann sich doch selbst eine Meinung bilden", sagte Heynckes.

Ballack raus, Bender rein

Für Ballack wird wohl Lars Bender als "Sechser" in die Mannschaft kommen. Manuel Friedrich dürfte Hyypiä in der Innenverteidigung ersetzen, und Burak Kaplan könnte zusätzlich im Mittelfeld auflaufen, dann wäre der Schweizer Nationalspieler Eren Derdiyok einzige Spitze auf Seiten der Rheinländer.

"Ich möchte, dass meine Mannschaft hochmotiviert ins Spiel geht - als ob es noch 0:0 steht", betonte Heynckes trotz des beruhigenden Hinspielergebnisses.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Simferopol: Postransky - Markovic, Monachow, Leandro, Golaido - Gumenjuk, Galyuza, Matjasch - Ljubenovic - Idahor, Kowpak

Leverkusen: Adler - Castro, Friedrich, Reinartz, Kadlec - Bender, Vidal - Kaplan, Renato Augusto, Barnetta - Derdiyok

Schiedsrichter: Alexandru Dan Tudor (Rumänien)

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