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Leverkusens Auturo Vidal erzielte das zwischenzeitliche 1:1 per Foulelfmeter © getty

Heynckes schont in Simferopol gleich fünf Spieler. Die Werkself gerät in Rückstand, doch ein Elfmeter und ein Eigentor drehen die Partie.

Simferopol - Auch ohne Michael Ballack hat Bayer Leverkusen die Gruppenphase der Europa League erreicht.

Die mit einer B-Elf angetretenen Rheinländer mussten im Play-off-Rückspiel beim ukrainischen Pokalsieger Tawrija Simferopol trotz des souveränen 3:0-Erfolgs aus dem Hinspiel sogar noch einmal kurzzeitig zittern, kamen durch ein 3:1 (0:1) aber letztlich souverän weiter.

In einem hektischen und phasenweise chaotischen Spiel war der Außenseiter bereits in der 5. Minute durch einen Handelfmeter von Issy Lucky Idahor in Führung gegangen.

Bayer schaffte durch einen Foulelfmeter von Arturo Vidal aber den Ausgleich (50.).

Ein Eigentor von Denys Holaido (74.) und ein Treffer von Gonzalo Castro in der Nachspielzeit bescherten Leverkusen schließlich sogar noch den glücklichen Auswärtssieg.

Heynckes schont fünf Spieler

"In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan, aber nach dem Ausgleich wurde es souveräner", analysierte Bayer-Trainer Jupp Heynckes.

Der schonte neben Ballack, der in Leverkusen blieb, auch Nationalstürmer Stefan Kießling, Abwehrchef Sami Hyypiä, Renato Augusto und dem im Hinspiel zweimal erfolgreichen Michal Kadlec.

Dies rächte sich vor 10.700 Zuschauern, darunter 53 aus Leverkusen, früh: Nach dem ersten Eckball fabrizierte Eren Derdiyok ein völlig unnötiges Handspiel, Idahor ließ Rene Adler beim fälligen Strafstoß keine Chance.

Leverkusen brauchte eine Weile, um sich von diesem Schock zu erholen. Die neuformierte Elf fand kaum zu ihrem Rhythmus.

Schiedsrichter fehlt der Durchblick

Allein Lars Bender versuchte sich immer wieder als Antreiber.

In der zerfahrenen Partie verlor Schiedsrichter Alexandru Tudor aus Rumänen zusehends die Übersicht.

Zunächst verwarnte er den Leverkusener Burak Kaplan wegen einer vermeintlichen Schwalbe zu Unrecht (26.), dann gab er Holaido und Hanno Balitsch nach einer heftigen Rangelei ebenfalls nur jeweils Gelb (30.), zwei Minuten nach dem Leverkusener Ausgleich verweigerte er Bayer einen weiteren ganz klaren Strafstoß.

Hoffnungen der Ukrainer schwinden

Den Elfmeter in der 50. Minute nach einem Foul von Ewgen Luzenko an Tranquillo Barnetta verwandelte der etatmäßige Schütze Vidal diesmal ungehindert.

Im Hinspiel hatte er den Ball nach einem Disput noch Ballack überlassen müssen.

Mit dem Gegentreffer schwanden auch die Hoffnungen der Ukrainer, die nun noch vier Tore benötigt hätten.

Symbolisch gingen nach und nach einzelne Strahler an den riesigen Flutlichtmasten aus.

Renato Augusto übersieht Ballitsch

Bayer, das nach der Einwechslung von Renato Augusto für Kaplan zur Pause nun besser im Spiel war, musste nur noch wenige bange Minuten überstehen.

So in der 61. Minute, als Adler mit einer Glanzparade gegen Olexandr Kowpak das 1:2 verhinderte.

Praktisch im Gegenzug verspielte Renato Augusto durch seine Eigensinnigkeit die Gäste-Führung, als er den mitgelaufenen Balitsch übersah.

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