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Jürgen Klopp trainierte bis 2008 Mainz, ehe er in Dortmund übernahm © getty

Dortmunds Trainer ist zufrieden mit der Europa-League-Auslosung. Die Leistung in Aserbaidschan macht zudem ihm und dem Team Mut.

Baku/Köln - Nach der erfolgreich bestandenen Hitzeschlacht von Baku hofft Borussia Dortmund auf große Zahltage in der Gruppenphase der Europa League.

Sportdirektor Michael Zorc sieht Einnahmen "oberhalb einer Summe von fünf Millionen Euro" als realistisch an, nachdem die Schwarz-Gelben bei Qarabag Agdam/Aserbaidschan nach dem 4:0 im Hinspiel auch im Rückspiel in Baku mit 1:0 (0:0) die Oberhand behalten hatten.

Bei der Auslosung in Monte Carlo wurde der BVB der Gruppe J zugeordnet.

Der BVB bekommt es dort mit dem zweimaligen UEFA-Pokalsieger FC Sevilla aus Spanien, dem französischen Traditionsklub Paris St. Germain und dem ukrainischen Vertreter Karpaty Lemberg zu tun.

Klopp heiß auf Duell gegen St. Germain

Trainer Jürgen Klopp freut sich auf die Duelle, vor allem auf das Auswärtsspiel in Frankreich: "Paris St. Germain ist ein Traumlos. Schwarz-gelbe Liebe in der Stadt der Liebe, was will man mehr?"

Mit dem Spaniern hat Klopp noch eine Rechnung offen, vor fünf Jahren war der Coach mit dem FSV Mainz 05 in der ersten Hauptrunde am späteren Titelgewinner aus Sevilla gescheitert.

"Ich habe denen immer gesagt, ich komme nochmal wieder. Damals haben wir viel gemauert, heute ist die Situation mit dem BVB eine ganz andere", so Klopp.

Und Kapitän Sebastian Kehl meinte: "Mit Sevilla und Paris haben wir zwei richtig starke Gegner gezogen. Wenn ich mir allerdings die anderen Gruppen anschaue, hätte es sogar noch schlimmer kommen können."

Sahin: "Wir waren gefährlicher"

In Baku stellte Torjäger Lucas Barrios (90.+2) den Sieg für die Dortmunder Mannschaft her, die sich lange Zeit gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber schwer getan hatten.

"Für Qarabag war es ein Leben-und-Tod-Spiel. Trotzdem ist es uns gelungen, souverän zu sein und viel gefährlicher als der Gegner", konstatierte Nuri Sahin.

Der Mittelfeldspieler gehörte wieder einmal zu den auffälligsten BVB-Akteuren.

Subotic klagt über Hitze

Die Westfalen hatten allerdings einige Probleme mit den hohen Temperaturen.

"Hier war es so heiß, dass mir auf dem Rasen die Luft weg blieb", klagte Manndecker Neven Subotic.

Der Champions-League-Sieger von 1997 war bei der Auslosung am Freitagmittag nur in Topf drei berücksichtigt worden und bekam entsprechend schwere Gegner zugelost.

Watzke: "Wollen uns weiterentwickeln"

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wies auf die Bedeutung des Weiterkommens hin:

"Die Spiele gegen Qarabag hatten einen enormen Stellenwert. Für uns war es extrem wichtig, die Gruppenphase zu erreichen, damit wir uns entsprechend weiterentwickeln können. Auch finanziell bringt uns dies nach vorn, weil wir jetzt in der Lage sind, die weitere Entwicklung unserer Mannschaft etwas leichter bestreiten zu können."

Letztmals in einem europäischen Cup-Finale standen die Borussen 2002.

Damals unterlag die Mannschaft in Rotterdam gegen Gastgeber Feyenoord.

In den letzten Jahren waren die Schwarz-Gelben oft genug nur Europacup-Zuschauer und müssen sich wieder international nach oben kämpfen.

BVB löst Aufgabe souverän

Die Gruppenphase der Europa League bietet dafür ideale Voraussetzungen.

Klopp konnte mit dem Ergebnis in Baku zufrieden sein - auch mit dem Auftritt seiner Mannschaft über weite Strecken, denn sie ließ nichts anbrennen.

"Wir sind sehr glücklich. Der Boden war ein kleiner Wettbewerbsvorteil für die Aserbaidschaner", meinte der Coach angesichts des holprigen Geläufs. "Der Platz hat keinen flachen Pass zugelassen", monierte Subotic.

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