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Renato Augusto kam 2008 von Flamengo Rio de Janeiro zu Bayer Leverkusen © getty

Leverkusen fehlen gegen Trondheim wichtige Stützen. Heynckes will jedoch zurück in die Erfolgsspur, Völler in die nächste Runde.

Leverkusen - Ohne Michael Ballack, ohne Spielmacher Renato Augusto und ohne Rückenwind aus der Bundesliga kehrt Bayer Leverkusen nach 889 Tagen auf die internationale Bühne zurück.

Ausgerechnet vor dem Europa-League-Auftakt gegen Rosenborg Trondheim (ab 18.45 Uhr im LIVE-TICKER) sind die Vorzeichen unterm Bayer-Kreuz alles andere als rosig. (DATENCENTER: Die Europa-League-Gruppen)

Trotzdem fordert Trainer Jupp Heynckes nach den Enttäuschungen in der Liga eine Trotzreaktion:

"Wir müssen besser spielen als zuletzt, mannschaftlich geschlossener, mit mehr Spielfreude und Leidenschaft. Rosenborg wird ein großer Prüfstein für uns."

"Wollen in die nächste Runde"

Wohl wahr, ein Sieg gegen den norwegischen Rekordmeister sollte es dabei schon sein, ansonsten steht die Werkself vor dem Duell bei Titelverteidiger Atletico Madrid in zwei Wochen bereits unter Druck.

"Diese Gruppe ist eine große Herausforderung. Da müssen wir unser ganzes Leistungsvermögen abrufen. Aber wir wollen in die nächste Runde", formuliert Bayer-Sportchef Rudi Völler zuvor die Marschroute.

Doch die Ausgangslage könnte besser sein.

Die Stützen fehlen

Nicht nur der Ausfall von Mittelfeldstar Ballack wegen seiner Fraktur im Schienbeinkopf für mindestens sechs Wochen schmerzt, auch Renato Augusto steht wegen Patellasehnenproblemen nicht zur Verfügung.

Auch ein Comeback von Kapitän Simon Rolfes kommt noch nicht in Frage und der Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta ist nach seiner fiebrigen Infektion noch kein Thema für die Startelf.

So fehlt Heynckes nahezu sein komplettes Mittelfeld, nun sollen es die Jungen um Ballack-Ersatz Lars Bender, Sidney Sam und Nicolai Jörgensen richten.

Schwächen in der Abwehr

"Ich muss jetzt die Mannschaft finden, die in die Erfolgsspur zurückfindet", sagt Heynckes nach dem schwachen Bundesliga-Start.

In den ersten drei Bundesliga-Spielen sprangen nur vier Punkte heraus, und bei acht Gegentreffern in den letzten 180 Minuten offenbarte insbesondere die Leverkusener Hintermannschaft ungewohnte Schwächen.

"Wir haben zu viele Gegentore bekommen", bemängelt auch Stürmer Patrick Helmes: "Wir haben im letzten Jahr gezeigt, dass wir hinten stabil sind. Daran müssen wir gegen Trondheim arbeiten. Wenn wir alle richtig anpacken, werden wir das auch schaffen."

Rosenberg in Norwegen ungefährdet

Bei Gegner Rosenborg läuft dagegen alles nach Plan.

Die Planungen für die 22. Meisterfeier können bereits beginnen, sieben Spieltage vor Schluss liegt die in der Liga noch ungeschlagene Mannschaft von Trainer Nils Arne Eggen bereits sieben Punkte vor Valerenga IF.

"Rosenborg verfügt über gute Spieler und hat durch die vielen Champions-League-Teilnahmen eine große internationale Erfahrung", beschreibt Bayer-Abwehrspieler Sami Hyypiä die Stärken des Gegners.

Sieg gegen Real Madrid

Von 1995 bis 2002 spielten die Norweger beispielsweise sieben Jahre in Folge in der Königsklasse.

Dabei sprang unter anderem ein Sieg gegen Real Madrid mit dem damaligen Trainer Heynckes heraus.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Leverkusen: Adler - Schwaab, Hyypiä, Friedrich, Castro - Vidal, Bender - Sam (Kaplan), Jörgensen - Helmes, Kießling

Trondheim: Örlund - Lustig, Bjärsmyr, Demidow, Dorsin - Skjelbred, Annan, Strand, Henriksen - Iversen, Jamtfall

Schiedsrichter: Nicolai Vollquartz (Dänemark)

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