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Helmes (r.) bejubelt mit Schwaab und Derdiyok seine drei Treffer gegen Rosenborg © getty

Der Leverkusener glänz im Spiel gegen Trondheim und meldet neue Ansprüche an. Ein Sturmkollege bleibt lang auf der Bank.

Leverkusen - Kaum hatte sich Patrick Helmes mit einer Gala-Vorstellung nach einjähriger Leidenszeit zurückgemeldet, da schickte er auch schon eine Grußbotschaft an Bundestrainer Joachim Löw.

"In den nächsten zwei Wochen kann ich mich ja noch mit dem ein oder anderen Tor empfehlen. Die Nationalelf ist weiter ein Thema, wenn auch nicht das aktuellste", sagte der Torjäger,.

Zuvor hatte er Bayer Leverkusen mit einem Dreierpack fast im Alleingang zum 4:0 (3:0) beim Europa-League-Auftakt gegen den norwegischen Meister Rosenborg Trondheim geschossen.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Am 8. Oktober spielt die deutsche Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation gegen die Türkei, in der jetzigen Form dürfte Helmes gute Karten für eine Nominierung haben.

Der Kreuzbandriss ist auskuriert

"Alles ist wieder so, wie es sein soll. Ich hatte eine optimale Vorbereitung. Ich bin wieder fit", betonte der gebürtige Kölner, der in der vergangenen Saison durch seinen Kreuzbandriss auf ganze 404 Minuten Einsatzzeit gekommen war.

"Das war ein hartes Jahr für mich. Ich habe viel daraus gelernt", sagt Helmes rückblickend. So musste der 13-malige Nationalspieler die Weltmeisterschaft wie schon vor zwei Jahren die EM vor dem Fernseher verfolgen.

Helmes ist aus dieser Zeit aber offenbar gestärkt herausgegangen. Bayer-Sportchef Rudi Völler war jedenfalls voll des Lobes:

"Seine Schussstärke ist überragend. Aber Patrick hat auch gelernt, Kopfballtore zu machen."

Heynckes: "Produkt seiner Arbeit"

Für Trainer Jupp Heynckes war die Leistung des Stürmers, der in seinem vierten Saisonspiel bereits die Pflichtspieltore Nummer fünf bis sieben (4., 58. und 61.) erzielte, nur die logische Konsequenz:

"Das ist das Produkt seiner Arbeit. Er hat in den letzten Monaten hart an sich gearbeitet."

Kießling lange nur Zuschauer

Das Kontrastprogramm erlebte dagegen Stefan Kießling, dem gegen Trondheim 90 Minuten lang nur die Zuschauerrolle geblieben war, was aber laut Heynckes der Rotation geschuldet war.

"Wir haben vorne viele Alternativen. Ich muss alle vier Stürmer integrieren", begründete Heynckes, der ob des glanzvollen Europacup-Comebacks nach 899 Tagen Abstinenz erleichtert war.

Zumal die Werkself gerade im Mittelfeld nach den Ausfällen von Michael Ballack (Fraktur des Schienbeinkopfes) und Renato Augusto (Patellasehnenverletzung) sowie dem nur bedingt einsatzfähigen Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta (fiebrige Infektion) in arge Personalnöte geraten war.

Der größere Kader macht sich bereits bezahlt

"Wir haben den Kader so zusammengestellt, dass wir Spieler hin- und herschieben können, ohne dass die Mannschaft schwächer wird", erklärte Völler.

Bestes Beispiel war dafür das neuformierte defensive Mittelfeld mit Ballack-Ersatz Lars Bender und Stefan Reinartz, der sich vor der Minuskulisse von 13.065 Zuschauern in der BayArena auch gleichzeitig in die Torschützenliste eintrug (38.).

Helmes fordert sechs Punkte

So macht sich unterm Bayer-Kreuz wieder Optimismus breit.

"Jetzt müssen wir aus unseren nächsten beiden Heimspielen sechs Punkte holen, dann sieht die Welt schon wieder anders aus", sagte Helmes mit Blick auf die Partien gegen den 1. FC Nürnberg (So., ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) und drei Tage später gegen Eintracht Frankfurt.

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