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Marcel Schmelzer (l.) sah in der 49. Gelb-Rot wegen einer vermeintlichen Schwalbe © getty

Die Borussia ist in einer hektischen Partie gegen Sevilla ingesamt das bessere Team, doch Cigarini wird zum Spielverderber.

Dortmund - Die Himmelsstürmer von Borussia Dortmund haben auf der Europacup-Bühne einen Dämpfer kassiert.

Trotz einer erneut starken Vorstellung mussten sich die Westfalen nach sieben Pflichtspielsiegen in Folge im zweiten Auftritt der Europa League dem FC Sevilla unglücklich mit 0:1 (0:1) geschlagen geben (293648die Bilder).

Drei Tage vor dem Hit am Sonntag gegen Bayern besiegelte ein Treffer von Luca Cigarini (45.+2) die Niederlage des BVB in einer hektischen Begegnung.

Marcel Schmelzer sah zu allem Überfluss wegen einer angeblichen "Schwalbe" in der 49. Minute die Gelb-Rote Karte (DATENCENTER: Europa League).

Die insgesamt enttäuschenden Spanier stellten mit dem einzigen gefährlichen Angriff vor 49.100 Zuschauern den Spielverlauf buchstäblich auf den Kopf.

"Es war spektakulär"

In der Europa League stehen die Borussen im Heimspiel gegen Paris St. Germain am 21. Oktober allerdings jetzt unter Zugzwang.

"Es war ein spektakulärer Fußball-Abend und ein großartiges Spiel meiner Mannschaft. Die Entscheidung mit der Gelb-Roten Karte gegen Schmelzer hat uns durchgeschüttelt. Wie man auf die Idee kommt, ihn vom Platz zu stellen, ist absolut wahnsinnig", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Sevillas neuer Trainer Gregorio Manzano, erst am Montag für Antonio Alvarez verpflichtet, schwärmte von einem schönen Erfolgserlebnis "gegen einen großen Gegner vor einer großen Kulisse. Es ist gut, dass wir gewonnen haben und somit unsere Ausgangsposition gegen den wohl stärksten Gegner in der Gruppe verbessert haben."

Selbstbewusster Beginn

Mit dem Rückenwind der Siegesserie in der Bundesliga begann der BVB äußerst selbstbewusst und setzte den UEFA-Cup-Sieger von 2006 und 2007 von Beginn an unter Druck.

Sevillas neuer Trainer Gregorio Manzano, erst am Montag für Antonio Alvarez verpflichtet, hatte vor dem Spiel großen Respekt vor den Dortmunder Himmelstürmern gezeigt, seine Mannschaft bemühte sich indes um ein offenes Spiel.

Erst nach einer Viertelstunde tauchten die Spanier erstmals im Dortmunder Strafraum auf, ohne jedoch zunächst Angst und Schrecken zu verbreiten.

Anders der BVB: Nach einer Flanke von Nuri Sahin verfehlte Lucas Barrios (23.) das Gehäuse der Gäste mit einem Kopfball nur knapp.

Drei Minuten später zwang der Argentinier Sevillas Torhüter Andres Palop ebenfalls per Kopf zu einer Glanzparade, und kurz vor der Pause vergab Barrios auch seine dritte Chance zur Führung (42.). Palop reagierte erneut in Weltklassemanier.

Der Tabellensiebte der spanischen Primera Division offenbarte Schwächen.

Den nutzten die Gastgeber zu weiteren, teilweise sehenswert herausgespielten Angriffen. Die Dortmunder knüpften an die guten Vorstellungen der vergangenen Wochen nahtlos an, versäumten es jedoch, sich schon in der ersten Halbzeit zu belohnen.

Lohn bleibt aus

Im Gegenteil, denn der Schuss ging überraschend nach hinten los. Nach einem Freistoß und einer zu kurzen Abwehr von Neven Subotic war Cigarini im Nachschuss zum 0:1 erfolgreich.

Nach dem Wechsel verstärkte der BVB den Angriffsdruck gegen weiterhin defensive Gäste, denen jedes Mittel recht war, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen.

Nach der umstrittenen Ampelkarte gegen Schmelzer drohte der englische Referee Michael Dean die Kontrolle zu verlieren und sorgte mit einigen fragwürdigen Entscheidungen auf beiden Seiten für unnötige Hektik.

Auch in Unterzahl bemühte sich die Borussia um den Ausgleich.

Es passte letztendlich zum Spiel der Dortmunder, dass Shinji Kagawa (69.) nur den Pfosten traf. Julien Escude klärte kurz vor dem Abpfiff noch einmal auf der eigenen Torlinie vor dem quirligen Japaner.

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