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Dede (l.) hat seit dem 8. Mai kein Pflichtspiel mehr für den BVB bestritten © imago

Gegen Paris St. Germain muss Dortmund-Urgestein Dede nach langer Verletzung wieder ran. Bei SPORT1 warnt er vor den Franzosen.

Von Stefan Missy und Björn Seitner

München - In der Bundesliga sorgen die "jungen Wilden" von Borussia Dortmund seit Wochen für Furore.

Sieben Siege in Serie und der Sprung auf Platz eins wecken bei manchem schon Erinnerungen an die Meistersaison 2002.

Vor dem Europa-League-Duell mit Paris St. Germain (ab 18.45 Uhr im LIVE-TICKER), dem aktuellen Spitzenreiter der Gruppe J, zählt das aber nichts.

Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen den FC Sevilla steht der BVB unter Druck. Mit den zwei schweren Auswärtsaufgaben in Paris und Sevilla vor der Brust wäre ein Dreier enorm wichtig, um die Aussichten aufs Weiterkommen zu verbessern. (DATENCENTER: Europa League)

"Ich bräuchte noch etwas mehr Zeit"

Ausgerechnet jetzt muss Trainer Jürgen Klopp seine Erfolgself aber umbauen. Außenverteidiger Marcel Schmelzer ist aufgrund seiner umstrittenen Gelb-Roten-Karte aus dem Sevilla-Spiel zum Zuschauen verdonnert. Hinten links soll es mit Dede nun ein "alter Hase" richten.

Dessen Erfahrung von 46 Europapokal-Einsätzen kann die junge Truppe ohne Zweifel gebrauchen. Die Frage ist vielmehr, ob der "Oldie" schon wieder richtig fit ist. Diverse Verletzungen setzten den 32-Jährigen seit Mai außer Gefecht. Zuletzt musste er wegen einer Kapselverletzung im Sprunggelenk pausieren.

"Ich fühle mich gesund. Die Kondition macht noch etwas Probleme, aber das ist normal", sagt Dede im Gespräch mit SPORT1, erklärt aber auch: "Ich denke ich bräuchte noch etwas mehr Zeit."

Rückkehr auf der großen Bühne

Die hat der dienstälteste BVB-Profi, seit 1998 steht Dede im Kader der Schwarz-Gelben, aber nicht. Nachdem er beim 3:1-Sieg über die Sportfreunde Lotte, bis dahin Tabellenführer der Regionalliga West, am Wochenende 71 Minuten für die Dortmunder Reserve am Ball war, geht es direkt wieder auf die große Bühne.

[kaltura id="0_qa7b082a" class="full_size" title=" Wir gewinnen auf unsere Art "]

Vor seinem Comeback gegen die Franzosen ist Dede dennoch nicht Bange. "Es wird schwer, aber das ist nicht schlimm. Es ist auf jeden Fall schön wieder spielen zu können."

Der Brasilianer weiß, dass sich das junge BVB-Team keinen weiteren Ausrutscher erlauben darf. "Paris hat auf jeden Fall eine gute Mannschaft, wir müssen aufpassen. Aber wir spielen zu Hause und haben daher eine gute Chance zu gewinnen", sagt er.

Auch Paris hat einen Lauf

Leichter gesagt als getan: Zum einen sind die Westfalen nur in einem der letzten sechs Heimspiele auf internationaler Ebene als Sieger vom Platz gegangen.

Zum anderen haben die Gäste derzeit einen ähnlichen Lauf wie die Dortmunder, sind seit Ende August ungeschlagen und stehen in der Ligue 1 schon auf Platz drei.

Kein Gedanke an die Schale

Den starken Saisonstart seiner jungen Kollegen sieht Dede sehr gelassen. "Das Team entwickelt sich gut. Dass man auf junge Spieler setzt ist eine schöne Sache", sagt der Außenverteidiger, der seit 2007 neben der brasilianischen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Wenn am Ende dennoch Erfolge herausspringen, dürfte Dede so oder so zufrieden sein. Neben Sebastian Kehl ist er der letzte Profi im BVB-Kader, der bei der bislang letzten deutschen Meisterschaft im Jahr 2002 dabei war.

Aufkommende Meisterschaftsträume will er aber nicht noch anheizen. "Mit der Meisterschaft will ich mich nicht beschäftigen. Man weiß nicht was passieren wird, am Ende ist alles möglich. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken", sagte er SPORT1.

Mit anderen Worten: Volle Konzentration auf PSG!

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Dede - Bender, Sahin - Blaszczykowski, Kagawa, Großkreutz - Barrios

Paris St. Germain: Edel - Jallet, Armand, Sakho, Tiene - Giuly, Makelele (Clement), Chantome, Nene - Erdinc, Hoarau

Schiedsrichter: Jonas Eriksson (Schweden)

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