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Patrick Helmes (l.) war weitestgehend auf sich alleine gestellt © getty

Noch während der Saloniki-Nullnummer hat Leverkusen das Topduell im Hinterkopf. Auch deshalb bietet Heynckes nur eine B-Elf auf.

Saloniki - Mit der Dienstreise nach Griechenland wollte sich Jupp Heynckes nicht länger als nötig beschäftigen. (DATENCENTER: Europa League)

"Wir haben ein wichtiges Spiel gegen Mainz vor uns. Die haben keine Schwächen und stehen zu Recht da oben. Ich musste ein Risiko eingehen", sagte der Coach von Bayer Leverkusen unmittelbar nach der gähnend langweiligen Nullnummer bei Aris Salonik in der Europa League.

Heynckes richtete seinen Blick bereits auf das Spitzenspiel gegen den Bundesliga-Zweiten am Sonntag (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Angesichts des kräftezehrenden Programms erlaubte sich Heynckes den Luxus und schickte im Kleanthis-Vikelidis-Stadion eine bessere B-Elf auf den Platz. 302427(Bilder des 3. Spieltags)

Reserve erhält Chance

"Wir haben durch die vielen Ausfälle große Probleme. Da muss man nicht nur rotieren, sondern auch dosieren", erklärte der Fußball-Fachmann und verwies auf das Mammutprogramm von sieben Spielen in 23 Tagen.

So hatte Heynckes seine Elf auf sechs Positionen verändert und Spielern wie Domagoj Vida, Burak Kaplan oder Nicolai Jörgensen eine Chance gegeben.

"Wenn sich noch mehr verletzen, müssen sie sowieso ran", ergänzte Heynckes. Wohl wahr, denn die Verletztenliste wird nicht kleiner.

Hyypiä verletzt

Neben den länger zum Zuschauen verurteilten Stars Michael Ballack, Stefan Kießling, Renato Augusto und Gonzalo Castro hatte sich bereits vor dem Spiel auch Sami Hyypiä mit einer Knöchelverletzung gesellt.

Der Einsatz des Finnen im Spiel gegen Mainz ist unwahrscheinlich.

Fußballerisch war denn auch in Griechenland nicht allzu viel zu erwarten von Bayer.

Völler gelangweilt

Eine Torchance von Michal Kadlec per Freistoß, mehr hatte die Werkself nicht zu bieten. Weil auch die Defensive ihre Hausaufgaben machte, erlebte Bayer-Sportchef Völler ein derart "langweiliges Spiel, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen habe".

Mit der Ausbeute konnte Völler freilich leben. Mit fünf Punkten bleibt Bayer Tabellenführer in Gruppe B.

Und mit zwei Auftritten vor heimischer Kulisse in den drei noch ausstehenden Gruppenspielen haben die Rheinländer ihr Schicksal im Europacup selbst in der Hand.

Rolfes wieder von Beginn an

"Wir sind weiter ungeschlagen. Wichtig war, dass wir nicht verloren haben", sagte Kapitän Simon Rolfes und brachte es auf den Punkt.

Auch Rolfes war in den Genuss gekommen, erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder von Beginn an spielen zu dürfen.

Und seine Aufgabe erledigte der Nationalspieler mit altbekannter Zuverlässigkeit.

Wie reagiert Mainz?

Gut möglich, dass er auch gegen Mainz wieder aufläuft.

"Ich bin gespannt, wie die Mainzer nach der Niederlage reagieren werden. Das wird auf jeden Fall ein anderes Spiel sein. Da werden wir auch wieder mehr Räume haben", sagte der 28-Jährige.

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