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Lange BVB-Gesichter: (v.l.) Dede, Coach Jürgen Klopp und Markus Feulner © imago

Nach dem Remis gegen Paris denkt der BVB schon trotzig ans Rückspiel und gibt sich fürs 1899-Duell umso kesser.

Dortmund - Die Leistung stimmte, das Ergebnis jedoch wieder mal nicht.

Lange Gesichter prägten die Stimmung bei Borussia Dortmund 302427(Bilder des 3. Spieltags) nach dem erneutern Rückschlag in der Europa League.

Am Ende half auch nicht die Erkenntnis von Abwehrspieler Mats Hummels, Borussia Dortmund habe erneut bewiesen, "das wir uns auch vor solch starken Gegnern nicht zu verstecken brauchen".

Nach dem 1:1 (0:0) gegen den französischen Pokalsieger Paris St. Germain im dritten Gruppenspiel droht dem Bundesliga-Tabellenführer auf der internationalen Bühne das frühzeitige Aus.

"Es ist noch alles drin"

Vier Punkte stehen für die Westfalen in der Statistik, schon die nächste Begegnung am 4. November in Paris wird zum "Endspiel".

Trainer Jürgen Klopp tröstete sich nach dem erneut verpassten Sieg wie schon im letzten Heimspiel gegen den FC Sevilla (0:1) mit der Erkenntnis, "dass wir auch diesen Gegner auswärts schlagen können".

Immerhin habe man noch drei Spiele. "Es ist noch alles drin", so der BVB-Coach.

"Jetzt zählt nur die Bundesliga"

Dass Siege und Niederlagen, Freude und Frust, auch mentale Auswirkungen auf die bevorstehenden Liga-Aufgaben haben können, ist hinreichend bekannt.

Klopp glaubt mit Blick auf das Spitzenspiel am Sonntag (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) gegen den Tabellenvierten 1899 Hoffenheim nach dem bitteren Rückschlag nicht an Folgeschäden.

"Nach der Niederlage gegen Sevilla haben wir gegen die Bayern gespielt und 2:0 gewonnen", erinnerte Klopp.

Zorc glaubt an Sahin-Verbleib

Und auch Abwehrspieler Hummels appellierte: "Jetzt zählt nur die Bundesliga. Gegen Hoffenheim müssen wir wieder richtig Gas geben."

Auch die Gerüchte, wonach Bayern München angeblich Interesse an einer Verpflichtung von Nuri Sahin ("Ich weiß von nichts") nach der Saison bekundet habe, werden die Borussen nicht von ihrem Weg abbringen.

Dazu Sportdirektor Michael Zorc: "Es ist doch klar, wenn man oben steht und die Mannschaft gut spielt, weckt das Begehrlichkeiten. Ich bin jedoch sicher, dass diese Mannschaft über die Saison hinaus zusammenbleiben wird."

Ausstiegsklausel sechs Millionen Euro?

Dass Sahins Vertrag eine Klausel beinhaltet, die besagt, dass er nach der laufenden Spielzeit für eine festgeschriebene Ablöse von sechs Millionen Euro wechseln kann, wollte Zorc nicht kommentieren.

Sahin beschäftigten derweil noch lange nach dem Abpfiff viel mehr die Gründe nach den unnötigen Punktverlusten.

"Das war ein ebenso bitteres Spiel wie das gegen Sevilla", klagte der Mittelfeldstratege und ergänzte trotzig: "Jetzt müssen wir eben in Paris gewinnen." (DATENCENTER: Europa League)

PSG-Joker macht Strich durch die Rechnung

50.200 Fans sahen ihre Mannschaft bereits auf der Siegerstraße, nachdem Sahin einen Foulelfmeter (50.) sicher verwandelt hatte.

Für Paris waren es das erste Gegentor in den letzten sieben Pflichtspielen.

Dann aber kamen die Franzosen durch den eingewechselten Clement Chantome (87.) doch noch zum glücklichen - weil zudem aus Abseitsposition erzielten - Ausgleich.

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