vergrößernverkleinern
Abwehrmann Stefan Reinartz (r.) absolvierte bislang 37 Bundesligaspiele für Leverkusen © getty

Mit einem Sieg gegen Aris Saloniki will die "Werkself" in der Europa League einen großen Schritt machen. Der Druck steigt.

Leverkusen - Innerhalb von vier Tagen entscheidet sich für Bayer Leverkusen national wie international, wo die Reise in dieser Saison hingeht.

"Das ist eine entscheidende Woche für uns", sagt Bayers Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.

In der Europa League können wir das Tor zur Zwischenrunde weit aufstoßen und am Sonntag haben wir die Möglichkeit, uns mit einem Sieg gegen Kaiserslautern (So, ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) oben festzusetzen", so Holzhäuser vor dem vierten Gruppenspiel gegen den griechischen Klub Aris Saloniki (ab 18.45 Uhr im LIVE-TICKER).

"Wichtig für das Renommee"

In der Tat haben die Partien richtungweisenden Charakter.

Zwar führt Bayer in der Europa League mit fünf Punkten die Tabelle der Gruppe B an, doch Saloniki, Titelverteidiger Atletico Madrid (beide 4) und Rosenborg Trondheim (3) liegen allesamt noch in Reichweite. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Und gerade nach dem Scheitern im DFB-Pokal ist ein Überwintern auf internationaler Bühne Pflicht. "Das wäre wichtig für das Renommee, Geldverdienen kann man eh erst in der K.o.-Runde", erklärt Holzhäuser.

Einen ähnlichen Langweiler wie beim torlosen Hinspiel vor zwei Wochen soll es dabei nicht geben.

Keine Experimente

In einem emotionslosen Spiel hatten sich die Leverkusener gerade einmal eine Torchance erarbeitet. 302427(Bilder des 3. Spieltags)

"Das wird ein ganz anderes Spiel", verspricht Bayer-Abwehrspieler Manuel Friedrich. Diesmal dürfte auch Trainer Jupp Heynckes auf riskante Experimente wie im Hinspiel verzichten, als er eine bessere B-Elf auf das Feld geschickt hatte.

"Wir wollen gewinnen, um uns für die letzten Spiele eine sehr gute Ausgangsposition zu sichern", meinte Heynckes.

Die stärkste Mannschaft, soweit davon bei all den Ausfällen überhaupt die Rede sein kann, ist auch vonnöten, denn die BayArena ist seit geraumer Zeit keine Festung mehr.

Keine Übermacht in der BayArena

In der Bundesliga sprangen in den letzten acht Heimspielen gerade einmal zwei Siege heraus.

Holzhäuser macht dafür die technische und taktische Weiterentwicklung in den Vereinen der Bundesliga verantwortlich, die den Heimvorteil deutlich abschwächen.

Dabei verweist Holzhäuser auch auf die vier Auswärtssiege der Rheinländer in dieser Saison in Dortmund, Stuttgart, Wolfsburg und auf Schalke.

Gerade das Spiel auf Schalke habe gezeigt, dass Bayer die Qualität hat, sich trotz des großen Kräfteverschleisses in den letzten Wochen auch bei solchen Gegnern durchzusetzen, betont Friedrich.

Personell ist aber Besserung in Sicht.

Bayer und die griechischen Teams

Renato Augusto (Knieverletzung) und Gonzalo Castro (Muskelfaserriss) haben das Mannschaftstraining wieder aufgenommen, zumindest der Brasilianer steht auch wieder im Kader für das Spiel gegen Saloniki.

Die Langzeitverletzten Michael Ballack (Bruch des Schienbeinköpfchens), Stefan Kießling (Syndesmoseriss) und Sami Hyypiä (Außenbandriss) werden dagegen in diesem Jahr nicht mehr spielen.

Gegen Saloniki geht es für Leverkusen auch darum, die schlechte Bilanz gegen griechische Mannschaften aufzupolieren. In sieben Spielen gab es nur zwei Siege.

In Erinnerung ist den Bayer-Fans auch noch die bittere 2:6-Pleite bei Olympiakos Piräus aus der Saison 2002/03 geblieben.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Leverkusen: Adler - Schwaab, Friedrich, Reinartz, Kadlec - Vidal, Rolfes (Bender) - Sam, Barnetta - Helmes, Derdiyok

Saloniki: Sifakis - Vangeli, Guiaro, Lazaridis, Neto - Nafti, Toja - Javito, Calvo - Ruiz, Koke

Schiedsrichter: Bruno Paixao (Portugal)

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel