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Mats Hummels spielt seit Januar 2008 für Borussia Dortmund © imago

Mats Hummels spricht vor dem Europa-League-Spiel in Paris über das Erfolgsgeheimnis des BVB und eine Rückkehr zum FC Bayern.

Von Björn Seitner

München - Borussia Dortmund hat in der laufenden Saison alles richtig gemacht - fast.

Denn in der Europa League haben die Ergebnisse des Bundesliga-Tabellenführers "nicht ganz gestimmt", wie Innenverteidiger Mats Hummels im SPORT1-Interview zugibt. (DATENCENTER: Europa League)

Das Team von Jürgen Klopp steht vor dem 4. Spieltag als Dritter der Gruppe J mit vier Punkten unter Druck - nun geht es zum Tabellenführer nach Paris (ab 20.50 Uhr im LIVE-TICKER).

Nach dem Remis im Hinspiel, als die Borussia das Spiel schon in trockenen Tüchern glaubte, in der 87. Minute jedoch den Ausgleich hinnehmen musste 302427(Bilder), wisse man aber, dass man Paris auswärts schlagen könne, sagt Hummels.

Im Interview spricht er über das Erfolgsgeheimnis des BVB, die Doppelbelastung aus Europa League und Bundesliga sowie eine mögliche Rückkehr zum FC Bayern.

SPORT1: Herr Hummels, der Blick geht nach Paris, wo die nächste Europa-League-Partie ansteht. Dortmund ist nur Gruppendritter. Spüren Sie den Druck schon?

Hummels: Ich bin locker, aber wir wollen natürlich gewinnen. Wir wissen, dass es mit einer Niederlage sehr schwer wird. Trotzdem ist es wichtig für uns, dass wir zeigen: Wir können auf diesem Niveau nicht nur mithalten, sondern auch gewinnen. Wir haben das bisher geschafft, nur haben die Ergebnisse nicht ganz gestimmt. Wir sind aber alle sehr zuversichtlich, dass wir ein gutes Spiel abliefern.

SPORT1: BVB-Trainer Jürgen Klopp meinte nach dem Remis im Hinspiel, dies sei nicht schlimm, da man nun wüsste, man kann Paris auswärts schlagen. Glauben Sie das auch?

Hummels: Das denke ich auch. Ich glaube wir haben schon gezeigt, dass es so große Mannschaften wie Paris gegen uns schwer haben können. Daher wissen wir, dass wir auch in Paris das Spiel so gestalten können, dass wir gute Chancen haben zu gewinnen.

[kaltura id="0_zzq3chyw" class="full_size" title="BVB mit dem R cken zur Wand"]

SPORT1: Der Ausgleich im Hinspiel gelang Paris erst kurz vor Schluss. Sie hatten die Partie also gut im Griff. Was ist die Schwachstelle von St. Germain?

Hummels: Wir machen es einfach so wie immer: Wir wollen den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen lassen, wollen ihnen mit frühen Ballgewinnen unser Spiel aufzwingen. Wenn wir Paris aber ins Spiel kommen lassen, haben die Franzosen natürlich unheimlich viel Qualität in der Offensive. Dann wird es schwer.

SPORT1: Fällt Ihnen das Umschalten auf die Europa League nach einem Bundesliga-Topspiel wie zuletzt gegen Mainz schwer?

Hummels: Vom Kopf her ist es überhaupt kein Problem. Das Spiel gegen Mainz war ein Highlight, das Spiel gegen Paris wird ein Highlight. Im Moment ist es eben so, dass ein Höhepunkt den nächsten jagt. Daher sollten wir kein Problem haben, auf einen anderen Wettbewerb umzuschalten.

SPORT1: Und körperlich?

Hummels: Wir wollen alle spielen und wir haben uns jahrelang gefreut in mehreren Wettbewerben dabei zu sein. Körperlich gibt es sicherlich einfachere Dinge, als alle drei Tage zu spielen. Aber wir sind im Moment fit genug, um auch in der Europa League erfolgreich zu sein.

SPORT1: In der Liga hat der BVB gegen Mainz gewonnen. Man ist nun Tabellenführer. Sie sind einer von vielen jungen Spielern beim BVB. Wie gehen Sie mit dem Hype um die Mannschaft um?

Hummels: Wir ordnen das alle ganz gut ein. Letztes Jahr waren wir zu Beginn der Saison nicht so gut dabei. Dann war in den Medien gleich zu lesen, dass es eine schlechte Jubiläumssaison werden würde. Wir wissen genau, wie schnell sich das Fähnchen im Wind dreht. Wir haben bis dato sehr gut gespielt, aber leider können wir uns davon rein gar nichts kaufen.

SPORT1: Wie ist es denn für Sie, mit so vielen jungen Kollegen wie Götze, Kagawa, Bender oder Großkreutz beim BVB zu spielen? Das muss sich ja anfühlen wie eine Gemeinschaft in der A-Jugend.

Hummels(lacht): Es herrscht auf jeden Fall eine sehr jugendliche Stimmung. Wir sind alle sehr relaxt, freuen uns auf jedes Training und jedes Spiel. Es herrscht einfach eine gute Stimmung in der Mannschaft. Das ist bestimmt auch zu einem Teil der Tatsache geschuldet, dass wir viele Spieler im Team haben, die noch nicht so lange im Profifußball dabei sind. Trotzdem haben wir mit Roman (Weidenfeller, d. Red.) und Owo (Patrick Owomoyela) Spieler, die schon länger dabei sind. Die freuen sich aber natürlich genauso auf jedes Spiel.

SPORT1: Sie sind 2007 vom FC Bayern nach Dortmund gewechselt. Wäre der FCB in der Zukunft ein Wunschverein?

Hummels: Das wäre in meiner Karriere auf jeden Fall eine Alternative. Im Moment möchte ich aber nicht aus Dortmund weg und ich werde auch nicht weggehen. Deswegen ist das überhaupt kein Thema für mich.

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