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Arturo Vidal (r.) war zusammen mit Sidney Sam einer der besten Leverkusener © getty

Ein kurioser später Treffer des Chilenen beschert Leverkusen einen glücklichen Sieg gegen Aris Saloniki. Das Tor zur nächsten Runde steht offen.

Leverkusen - Ein kurioses Glückstor von Arturo Vidal hat Bayer Leverkusen in der Europa League die Tur zur Zwischenrunde weit geöffnet.

Der Chilene erzielte mit der Außenseite des Unterschenkels in der 90. Minute das entscheidende 1:0 (0:0) im vierten Gruppenspiel gegen Aris Saloniki.

Mit seinem eigentlich verunglückten Schuss aus drei Metern tunnelte Vidal auch noch einen Abwehrspieler der Griechen, der auf der Torlinie stand. 308134(DIASHOW: Der 4. Spieltag)

Tabellenführung mit Glück verteidigt

Bayer verteidigte damit die Tabellenführung erfolgreich und hätte mit einem Sieg bei Rosenborg Trondheim am 1. Dezember vorzeitig den Sprung in die Runde der letzten 32 sicher.

"Wir hatten uns vorgenommen, von Beginn an besser reinzukommen. Es ist ein unangenehmer Gegner. Wir haben uber weite Strecken nicht gut gespielt, deshalb mussten wir es erzwingen", sagte Kapitän Simon Rolfes.

"Unser schlechtestes Spiel"

Bayer spielte in der Tat sehr schwach schwach und musste sich bei Nationaltorhüter Rene Adler bedanken, der mit vielen Glanzparaden eine peinliche Pleite verhinderte.

"Meine Mannschaft hat keine Einstellung zum Spiel gefunden. Sie hat keine Spannung aufbauen können", sagte Trainer Jupp Heynckes und ergänzte: "Das war sicher unser schlechtestes Spiel in dieser Saison. Aris hätte als Sieger den Platz verlassen mussen."

(DATENCENTER: Europa League)

Schwaches Spiel

Wie schon vor zwei Wochen beim 0:0 in Saloniki entwickelte sich vor 18.265 Zuschauern in der BayArena eine äußerst schwache Partie, in der Torchancen des Bundesliga-Vierten Seltenheitswert hatten.

Ohne Ideen, Spielwitz und Tempo enttäuschten die Leverkusener im 143. Europacup-Spiel der Vereinsgeschichte auf ganzer Linie und setzten zunächst ihre Heimschwäche auch im Europapokal fort.

In den letzten acht Bundesliga-Spielen vor heimischen Publikum waren nur zwei Siege herausgesprungen.

Lattenschuss von Vidal

Wer einen Sturmlauf der Gastgeber erwartet hatte, sah sich jedenfalls getäuscht. In den ersten 45 Minuten blieben Strafraumszenen Mangelware.

Ein Lattenschuss aus 25 Metern vom chilenischen Nationalspieler Vidal, der sich unter der Woche mit Bayer auf eine Vertragsverlängerung bis 2015 geeinigt hatte, war der einzige Höhepunkt im ersten Durchgang.

Adler rettett für seine Vorderleute

Vielmehr durften sich die Rheinländer bei Adler bedanken, dass hinten die Null stand. Zunächst klärte der Schlussmann gerade noch vor dem einschussbereiten Spanier Javito (10.), eine Minute später lenkte er einen 30-m-Schuss von Toni Calvo über die Latte.

Eine Minute vor der Pause entschärfte Adler noch einen gefährlichen Schuss von Juan Carlos Toja.

Rolfes und Derdiyok eingewechselt

An dem wenig inspirierenden Auftritt fand auch Heynckes keinen Gefallen. So brachte der Coach schon zur Pause in Kapitän Simon Rolfes und Sturmer Eren Derdiyok zwei frische Kräfte, doch die Initialzundung blieb aus.

Stattdessen hatte die Mannschaft von Aris-Trainer Hector Cuper weitere Großchancen. Zunächsten vergaben Javito und Toja zwei gute Möglichkeiten (51.), dann musste Adler gegen Deividas Cesnauskas sein ganzes Können aufbieten (60.).

In der 74. Minute war es Javito, der den Ball in aussichtsreicher Position uber das Tor hämmerte. Bezeichnend: Nach 80 Minuten stand es nach Ecken 5:12.

Pfiffe gegen die eigene Mannschaft

Die Bayer-Fans quittierten den schwachen Auftritt bereits nach gut einer Stunde mit Pfiffen.

Einzig der eingewechselte Tranquillo Barnetta tauchte noch einmal gefährlich vor dem Tor des dreimaligen griechischen Meisters auf.

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