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VfB-Stürmer Ciprian Marica (l.) bringt die Schwaben in Getafe in Führung © getty

Mit einem ungefährdeten Sieg gegen Getafe ziehen die Schwaben locker in die K.o-Runde ein. Ein Stuttgarter sieht aber Rot.

Getafe - Mit dem vierten Sieg im vierten Gruppenspiel ist der VfB Stuttgart vorzeitig in die K.o. -Runde der Europa League gestürmt 308134(DIASHOW: Der 4. Spieltag)und und kann sich nun voll auf den Bundesliga-Abstiegskampf konzentrieren. (DATENCENTER: Europa League)

Torjäger Ciprian Marica (26.), Joker Timo Gebhart (64.) und Martin Harnik (76.) sorgten fur das hochverdiente 3:0 (1:0) des Liga-Drittletzten beim FC Getafe.

Getrübt wurde der klare Erfolg in Spanien lediglich durch den Platzverweis fur Marica (79.).

"Der Auftritt der Mannschaft hat mir gefallen. Jeder glänzt auf seine Art und Weise, die Mannschaft war taktisch gut eingestellt und hat beherzt gespielt", hatte VfB-Manager Fredi Bobic schon zur Halbzeit des Auftritt des souveränen Tabellenfuhrers in Pool H gelobt.

Funk mit Start-Debüt

Vor dem Spiel hatte Trainer Jens Keller das vorzeitige Weiterkommen als Ziel ausgegeben, um sich bis Weihnachten voll auf die Bundesliga konzentrieren zu können. Seine Mannschaft setzte die Vorgabe trotz einiger überraschender Umstellungen in der Startelf perfekt um.

"Das war unser Minimalziel und das wollten wir heute schon erreichen. Damit können wir die nächsten Spiele ertwas ruhiger angehen", sagte Keller nach dem Spiel.

Auch Manager Fredi Bobic lobte die Mannschaft aufgrund der tadellosen Bilanz: "Mehr kann man nicht rausholen".

U-21-Nationalspieler Patrick Funk feierte sein Startelf-Debüt bei den Profis, auch Kapitän Matthieu Delpierre kehrte nach überstandenen Knieproblemen ins Team zurück, wurde allerdings bereits zur Halbzeit wieder ausgewechselt.

Dafür saßen mit Blick auf das wichtige Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Werder Bremen die Leistungsträger Cacau, Christian Gentner und Christian Träsch zu Beginn nur auf der Bank.

VfB sofort hochkonzentriert

Trotzdem wirkte die Mannschaft fünf Tage nach der ersten Niederlage in der kurzen Amtszeit von Jens Keller (0:2 beim VfL Wolfsburg) hochkonzentriert und kontrollierte die Partie gegen die harmlosen Gastgeber über die gesamte Spielzeit souverän.

Die ersten gefährlicheren Aktionen hatte in der 14. und 22. Minute Ciprian Marica, beide Schüsse wurden jedoch von Keeper Oscar Ustari noch sicher pariert.

In der 26. Minute leistete der Torhüter dann jedoch große Hilfestellung zum 0:1, als er einen haltbaren 22-Meter-Schuss des Rumänen über die Linie rutschen ließ.

Marica hatte bereits im Hinspiel den 1:0-Siegtreffer gegen die Spanier erzielt.

Noch vor der Pause verpasste Harnik vor lediglich 6000 Zuschauern zwei hundertprozentige Chancen auf die Vorentscheidung.

Torausbeute als "Manko"

In der 37. Minute traf der Österreicher per Kopf freistehend den Pfosten, drei Minuten später schoss er aus Nahdistanz Ustari nur an.

"Das einzige Manko ist, dass wir hier nicht 2:0 oder 3:0 führen", sagte Bobic nach 45 Minuten.

In der zweiten Hälfte bemühten sich die Gastgeber um mehr Offensivgeist, brachten aber kaum gefährliche Aktionen zustande.

Dafur fielen sie durch rüde Fouls gegen Cristian Molinaro und Serdar Tasci auf.

Der Nationalspieler musste mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden - und sechs Minuten später sorgte der fur ihn gekommene Gebhart auf Pass von Weltmeister Mauro Camoranesi fur die Entscheidung.

Harnik setzt den Schlusspunkt

Den Schlusspunkt setzte Harnik, der nach einer Flanke von Arthur Boka auf dem Boden liegend mit einem artistischen Kopfball zum Endstand traf (76.).

"Wir haben heute sehr engagiert gespielt und haben sehr konzentriert gearbeitet. Wir haben verdient gewonnen", lautete das Fazit von Harnik.

Einziger Wermutstropfen beim gelungenen Auftritt in Spanien war die Rote Karte gegen Marica.

Nach einer Tätlichkeit wurde der Torschutze in der 79. Minute vom Platz gestellt.

Beste Spieler bei den auch nach dem achten Europacup-Spiel in dieser Spielzeit ungeschlagenen Stuttgartern waren Harnik und der über die linke Seite starke Boka.

Bei Getafe verhinderte Torhuter Ustari trotz seines Fehlers beim 0:1 eine höhere Niederlage.

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