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Rudi Völler wurde als Teamchef mit Deutschland 2002 Vize-Weltmeister © getty

Der Chilene macht gegen Saloniki Leverkusens Weiterkommen so gut wie perfekt. Doch der Sportchef schimpft auf seine Stars.

Leverkusen - Auch der späte Sieg und der fast schon sichere Einzug in die Zwischenrunde der Europa League konnten Rudi Völler nicht besänftigen.

"So eine Leistung kann ich nicht verstehen. Das hat auch nichts mit Müdigkeit zu tun, das war einfach nur schlecht", sagte der Bayer-Sportchef nach dem glücklichen wie unverdienten 1:0 (0:0)-Erfolg der Leverkusener über Aris Saloniki:

Und Völler polterte weiter: "Wir müssen uns am Sonntag nicht um 20, 30 oder 50 Prozent steigern, sondern um 100 Prozent, sonst verlieren wir gegen Kaiserslautern."

Eine lustlose Vorstellung ohne Spielwitz, Engagement und Esprit hatte Völler derart auf die Palme gebracht. 308134(DIASHOW: Der 4. Spieltag)

Völler aufgebracht

Mehr als ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen gestatteten die Bayer-Akteure dem dreimaligen griechischen Meister, um dann in der letzten Minute aus heiterem Himmel den Siegtreffer durch Vidal zu erzielen.

"Den Sieg nehmen wir ja auch gerne mit, aber wir fordern das Glück zu sehr heraus", sagte Völler und meinte damit auch die letzten Wochen.

Auch Jupp Heynckes sprach vom "schlechtesten Spiel in dieser Saison", wollte im Gegensatz zu Völler mit seiner Elf aber nicht gar so hart ins Gericht gehen. (DATENCENTER: Europa League)

Heynckes verteidigt Team

"Die Mannschaft hat in den letzten Wochen Großartiges geleistet. Sie hat zwar nicht exzellenten Fußball gespielt, ist aber bei all den Ausfällen zusammengerückt und hat mit Leidenschaft gekämpft. Da gestehe ich ihr auch mal ein schlechteres Spiel zu", sagte Heynckes.

Von der Völlerschen Kritik waren Nationaltorhüter Rene Adler und Torschütze Vidal aber ausdrücklich ausgenommen.

Mit mehreren Glanzparaden bewahrte Adler seine Elf vor einem Rückstand, was für Heynckes nur die logische Fortsetzung der letzten Woche gewesen sei.

Vidal immer wertvoller

Und Vidal, der bereits seinen siebten Saisontreffer erzielte, wird für die Werkself von Woche zu Woche wertvoller.

"Arturo reißt das Spiel immer mehr an sich. Er ist nicht nur für das Grobe zuständig, sondern er leitet auch das Spiel und führt die Mannschaft. Bei ihm ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht", lobte Heynckes den chilenischen Nationalspieler.

Schön für Leverkusen: Unter der Woche hatte sich Vidal mit Bayer auf eine Vertragsverlängerung bis 2015 geeinigt.

Barnetta widerspricht

Tranquillo Barnetta konnte die ganze Aufregung nicht ganz nachvollziehen. Es spreche doch für die Mannschaft, dass das Spiel noch gewonnen wurde: "In den letzten Jahren haben wir so Spiele verloren."

So ist die Ausbeute derzeit besser als die Leistung. Platz vier in der Bundesliga, und in der Europa League stehen die Rheinländer dicht vor dem Einzug in die K.o.-Phase.

Mit vier Punkten Vorsprung auf Platz drei müsste in den letzten beiden Spielen bei Rosenborg Trondheim und gegen Titelverteidiger Atletico Madrid schon viel passieren, um noch zu scheitern.

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