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Shinji Kagawa brachte den BVB in der fünften Minute in Führung © getty

Mit dem klaren Erfolg gegen die Ukrainer hat Dortmund weiterhin alle Möglichkeiten, um in die Zwischenrunde einzuziehen.

Dortmund - Borussia Dortmund hat seine letzte Chance zum Einzug in die Zwischenrunde der Europa League gewahrt und sich das erhoffte Gruppen-"Endspiel" erkämpft.

Nach dem souveränen 3:0 (1:0) gegen Karpaty Lwiw aus der Ukraine benötigt der Bundesliga-Tabellenführer am 15. Dezember beim FC Sevilla einen Sieg, um im internationalen Geschäft überwintern zu dürfen. 319726(DIASHOW: Der 5. Spieltag)

Nach der gleichzeitigen 2:4-Niederlage der Spanier bei Paris St. Germain trennt die Westfalen nur noch ein Punkt vom Gruppenzweiten Sevilla. (DATENCENTER: Europa League)

Auf schneebedecktem und schwer bespielbarem Boden besiegelten Shinji Kagawa (5.), Mats Hummels (49.) und Robert Lewandowski (89.) mit ihren Toren den zweiten Dreier der Westfalen in der Gruppe J, in der die beiden bestplatzierten Mannschaften in die erste K.o.-Runde einziehen.

Lwiw weiter ohne Punkt

Die Ukrainer, gegen die das Team von Trainer Jürgen Klopp bereits die spektakuläre Auftaktbegegnung (4:3) gewonnen hatte, wartet weiterhin auf den ersten Punkt.

"Es ist schön, dass wir es selbst wieder in der Hand haben weiterzukommen. Wir freuen uns auf Sevilla. Es ist eine tolle Aufgabe", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp., warnte mit einer Metapher aber auch vor verfühter Euphorie:

"Ich mag es nicht, wenn man die Arme hochreißt, nur weil ein Elfmeter gepfiffen wurde", sagte Jürgen Klopp.

Torschütze Hummels dachte schon an die kommende Aufgabe. "Wir wollen in Sevilla ein richtig gutes Spiel hinlegen, sonst gewinnt man da nicht. Es wir dein sehr interessantes Spiel", erklärte er.

Karpatys Trainer Oleg Kononow machte seinem Team nach der Schlappe keine Vorwürfe: "Wir haben gegen das derzeit beste deutsche Team gespielt und haben ein gutes Niveau abgeliefert, waren aber nicht aggressiv genug."

Beherzte Offensive

Bei Temperaturen von sieben Grad unter Null erwärmten die Gastgeber die 40.100 Fans mit schwungvollen Angriffen.

Nachdem der polnische Nationalspieler Lewandowski, der erstmals seit dem Pokal-Aus in Offenbach in einem Pflichtspiel für den BVB von Beginn auflief, schon nach 42 Sekunden eine große Möglichkeit vergeben hatte, traf der Japaner Kagawa per Kopf nach einer Flanke von Nuri Sahin zum 1:0.

Lewandowski verpasst die Chance

Schon acht Minuten später hatte erneut Lewandowski, der den wegen einer Knieverletzung fehlenden Argentinier Lucas Barrios ersetzte, den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Gäste-Keeper Witali Rudenko.

Die Gäste aus der Ukraine bemühten sich zwar um Entlastungsangriffe, die jedoch zumeist am Dortmunder Strafraum endeten.

Anders die Borussia auf der Gegenseite, wo Kagawa mit einem Flachschuss und Nationalspieler Kevin Großkreutz mit einem gefühlvollen Heber jeweils Pech hatten.

BVB deutlich überlegen

Die erste Torchance der Gäste wurde in der 35. Minute registriert, als der Kopfball von Denis Kotschanow das BVB-Gehäuse nur um Zentimeter verfehlte.

Trotz der einzigen Unachtsamkeit war der BVB war dem Gegner spielerisch klar überlegen und hätte den Vorsprung schon vor der Pause komfortabler gestalten müssen.

Wie schon in den vier Gruppenspielen zuvor hatte die Borussia Probleme mit ihrer Chancenverwertung.

Hummels trifft per Kopf

Nach der Pause klingelte es aber gleich im ersten Anlauf. Hummels köpfte schon vier Minuten nach dem Wiederanpfiff nach einem Freistoß von Sahin zum 2:0 ein.

Die Borussia gab sich bei ihrem insgesamt 169. Europacup-Auftritt mit dem Ergebnis nicht zufrieden, setzte nach und erspielte sich gegen überforderte Ukrainer weitere Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung.

Der BVB, bei dem Mohamed Zidan nach seinem Kreuzbandriss zumindest zu seinem ersten Kurzeinsatz in dieser Saison kam, hatte auf dem rutschigen Platz in den Torschützen Kagawa und Hummels ihre besten Akteure.

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