vergrößernverkleinern
Robert Lewandowski ist nach 87 Europa-League-Minuten noch ohne Treffer © getty

Im Heimspiel gegen Lwiw schlägt die Stunde des polnischen BVB-Jokers. Wer ihn mit Zuspielen füttern soll, ist noch völlig offen.

Von Marcus Giebel

München - Wenn der Teilzeitarbeiter zum Hoffnungsträger wird:

Seit mehr als vier Monaten trägt Robert Lewandowski nun das Trikot von Borussia Dortmund.

Das Europa-League-Spiel gegen Karpaty Lwiw (ab 18.45 im LIVE-TICKER) ist für den polnischen Stürmer dennoch eine Premiere:

Erstmals wird er als Mitglied der Stammelf in einem Pflichtspiel in die heimische Arena einlaufen.

Sein Auftrag ist klar: Torjäger Lucas Barrios ersetzen. Der Nationalspieler Paraguays hat jedes der bisher 22 Saisonspiele von Beginn an gespielt, wettbewerbsübergreifend 13 Treffer erzielt.

Klopp: "Robert ist tolle Alternative"

Eine Kapselverletzung im Knie aus dem 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach hat diese Serie nun beendet. Gegen die Ukrainer muss Barrios zuschauen. Und Lewandowski die Daumen drücken.

Trainer Jürgen Klopp hat keine Bedenken: "Er hat die Chance, die sich aus Lucas' Verletzung ergibt, mehr als verdient. Robert ist eine tolle Alternative, über die ich sehr glücklich bin."

Denn der "Super-Joker" hat seine Torgefährlichkeit schon unter Beweis gestellt. In der Bundesliga trifft Lewandowski alle 59 Minuten ins Netz - dabei hat er allerdings selten länger als 30 Minuten auf dem Platz gestanden.

Mit Anpfiff auf dem Feld stand er erst einmal - beim 2:4 nach Elfmeterschießen im Pokal bei Kickers Offenbach. Alles andere als ein gutes Omen.

[kaltura id="0_646yvoal" class="full_size" title="BVB wieder die Nummer 1 im Revier"]

Klopp glaubt an angeschlagenes Duo

Zumal beim BVB offensiv ohnehin der Schuh drückt. Auch die Einsätze von Shinji Kagawa (Schlag auf die Rippen) und Jakub Blaszczykowski (Schulterbeschwerden) sind für die Partie gegen die Ukrainer alles andere als sicher.

Klopp setzt sich mit dem schlimmsten aller Fälle aber erst gar nicht auseinander: "Ich gehe davon aus, dass beide mitwirken können."

Denn gegen das Schlusslicht der Gruppe J muss endlich der erste Heimsieg in der Europa League her.

Weidenfeller: Kein 5:0-Spaziergang

Einen Spaziergang erwartet Vize-Kapitän Roman Weidenfeller aber nicht. "Jeder erwartet nach unseren Leistungen einen 5:0-Sieg. Aber den wird es mit Sicherheit nicht geben", sagt er.

Ein knapper Erfolg wäre Klopp und seinen Profis genauso recht.

SPORT1 hat die Fakten zum Spiel:

Die Ausgangslage:

Nach nur einem Erfolg aus den bisherigen vier Gruppenspielen ist der BVB zum Siegen verdammt. Mit fünf Zählern liegt Dortmund drei Punkte hinter dem FC Sevilla und vier hinter Paris St. Germain. Lwiw ist als punktloses Schlusslicht bereits ausgeschieden.

Gewinnt die Borussia und Sevilla holt in Paris höchstens einen Punkt, hat das Klopp-Team am letzten Spieltag in Spanien (15. Dezember) das Weiterkommen in der eigenen Hand.

Personal:

Bei Dortmund fallen neben Barrios auch die Langzeitverletzten Sebastian Kehl (Sehnenanriss im Hüftbeuger), Patrick Owomoyela (Achillessehnen-OP) und Florian Kringe (Mittelfußbruch) aus. Mats Hummels wäre bei einer weiteren Gelben Karte im letzten Spiel gesperrt.

Die Gäste müssen auf Oleg Golodjuk, Sergej Zenjov, Mikhailo Kopolovets und William Batista verzichten.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender, Sahin, Blaszczykowski (Großkreutz), Kagawa (da Silva), Götze - Lewandowski

Lwiw: Tlumak - Fedetsky, Milosevic, Tubic, Avelar - Khudobjak, Goodwin, Tkachuk - Kozhanov, Kuznetsov, Guruli

Schiedsrichter: Johannes Braamhaar (Niederlande)

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel