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Dortmunds Mats Hummels (M.) gewinnt das Kopfballduell gegen Sevillas Kanoute © imago

Zwei Gegentore kurz vor der Pause sind in Sevilla zu viel für die Borussia- auch wenn sie nach Subotics Ausgleich mächtig drücken.

Sevilla - Ausgerechnet für den souveränen Herbstmeister Borussia Dortmund ist das Unternehmen Europa League als einziger der drei deutschen Vertreter vorzeitig beendet.

Die Westfalen kamen im Gruppen-Endspiel um den Einzug in die Zwischenrunde nicht über ein 2:2 (1:2) beim FC Sevilla hinaus und landeten nach dem ersten herben Rückschlag in einer bislang sensationell verlaufenen Saison auf dem dritten Rang hinter Paris St. Germain und den Iberern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Am Ende fehlte der bislang stärksten Auswärtsmannschaft der Liga lediglich ein Tor zum Überwintern auf der europäischen Bühne.

Der Japaner Shinji Kagawa hatte die Borussen bereits in der vierten Minute in Führung geschossen, bevor der zweimalige UEFA-Cup-Sieger die Partie schon vor der Halbzeitpause durch einen Doppelschlag mit Treffern von Nidri Romaric (31.) und Frederic Kanoute (35.) drehte.

Neven Subotic (49.) gelang nur noch der Ausgleich.

In der Schlussphase der Partie spielten die Gastgeber ausgiebig auf Zeit, was BVB-Trainer Jürgen Klopp auf die Palme brachte.

"Das war eine peinliche Vorstellung. Wenn so eine Klasse-Mannschaft so spielt, ist das peinlich", ärgerte sich der Dortmunder Trainer.

"Großer Frust" bei Subotic

"Der Frust ist natürlich sehr groß. Wir haben alles nach vorne geworfen, um das Wunder noch zu schaffen. Aber Sevilla hat das auch geschickt gemacht. Vielleicht sogar zu geschickt. Eigentlich hätte der Schiedsrichter einige Minuten draufpacken müssen", sagte Subotic zum Zeitspiel der Gastgeber.

Die beiden Mannschaften befanden sich vor 35.000 Zuschauern im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan, darunter 4000 BVB-Fans, gerade in der Abtastphase, da schlug Kagawa zu.

Der Schuss des Japaners von der Strafraumgrenze wurde von Sevillas Julien Escude abgefälscht und landete wie aus heiterem Himmel im Tor.

Der Start nach Maß verlieh den Borussen die nötige Sicherheit für weitere sehenswerte Kombinationen.

Starke Paraden von Weidenfeller

Das Klopp-Team, das in der Anfangsformation des letzten Sieges in der Bundesliga gegen Werder Bremen (2:0) antrat, musste sich jedoch nach einer Viertelstunde der ersten gefährlichen Angriffe der Gastgeber erwehren.

Torhüter Roman Weidenfeller rückte in den Blickpunkt, als er mit einem Reflex gegen Luis Fabiano (15.) parierte und eine Minute später nach einem Distanzschuss von Alexis erneut bravourös klärte.

Die Spanier, die in der Primera Division zuletzt fünf Niederlagen in Folge kassierten, blieben jedoch zumeist mit Standardsituationen gefährlich, während die Westfalen versuchten, das Spiel in die Hälfte der Gegners zu verlagern.

Doch blieb das Passspiel des BVB bis zum Pausenpfiff in der Offensive zu unpräzise.

Zwei Patzer in der Abwehr

Zudem leistete sich die Abwehr mit den wenigsten Gegentreffern in der Bundesliga-Hinrunde einige ungewohnte Unkonzentriertheiten.

Die nutzte Sevilla zum Ausgleichstreffer durch Romanic, als Lukasz Piszczek dem Torschützen den Ball bei seinem Abwehrversuch unfreiwillig servierte.

Ein erneuter Blackout in der BVB-Offensive führte zum 1:2 durch Kanoute, der mit einem Kopfball erfolgreich war.

"Die Gegentore müssen wir so nicht kriegen", analysierte Klopp nach Abpfiff.

Subotic gelingt nur noch der Ausgleichstreffer

Nach der Pause aggierten die Borussen wesentlich druckvoller und kamen durch einen Kopfball von Subotic nach einem Eckball von Nuri Sahin zum Ausgleich.

Der BVB setzte nach, weil die Andalusier nicht mehr die Torgefährlichkeit der ersten 45 Minuten entwickeln konnten und versuchten, das Spiel zu verwalten und über die Runden zu bringen.

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