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Christian Gentner (l.) und Pavel Pogrebnyak feiern zusammen einen VfB-Treffer © getty

Im ersten Spiel unter ihrem neuen Trainer feiern die Schwaben einen klaren Sieg über Odense BK. Pogrebnyak erzielt ein kurioses Tor.

Stuttgart - Er kam, sah und siegte: Bruno Labbadia ist ein erfolgreicher Einstand als Trainer des VfB Stuttgart gelungen.

Im sportlich bedeutungslosen letzten Gruppenspiel gegen Odense BK gewannen die Schwaben 5:1 (1:0) - konnten aber trotz des hohen Sieges nicht überzeugen.

"Ich habe einige gute Dinge gesehen, aber einiges hat auch noch nicht funktioniert", sagte Labbadia: "Man hat gemerkt, dass die Mannschaft wenig Selbstvertrauen hat. Das ist aber auch normal nach einer solchen Hinrunde."

Gebhart bringt VfB in Führung

Die Treffer für den VfB fielen durch Timo Gebhart (20.), Christian Gentner (65.), Pavel Pogrebnyak (70.) und Ciprian Marica (90.+3) sowie ein Eigentor von Daniel Höegh (48.).

"Wir konnten uns zumindest etwas Selbstbewusstsein holen", erklärte Labbadia angesichts der zahlreichen Treffer.

Den Ehrentreffer für die Dänen erzielte Peter Utaka (72.).

Die in der Bundesliga stark abstiegsbedrohten Stuttgarter waren bereits vor ihrer abschließenden Vorrundenbegegnung als Sieger der Gruppe H für die K.o.-Runde qualifiziert und spielen nun in der nächsten Runde gegen Benfica Lissabon.

(DATENCENTER: Europa League).

Nur das Ergebnis stimmt zufrieden

Angesichts der sportlichen Bedeutungslosigkeit hatte Labbadia das erste Spiel seiner Amtszeit zur Generalprobe für die noch anstehenden beiden Spiele in diesem Jahr ausgerufen.

Am Sonntag in der Bundesliga und drei Tage später im Achtelfinale des DFB-Pokals treffen die Stuttgarter, die in der Tabelle schon fünf Punkte Rückstand auf Platz 15 haben, jeweils auf Bayern München.

Um gegen den deutschen Rekordmeister bestehen zu können, bedarf es für den VfB aber einer erheblichen Leistungssteigerung.

"Wir können sehr zufrieden sein. Ein 5:1 in einem Spiel, in dem es um nichts mehr ging - da hat die Mannschaft Charakter gezeigt", sagte Torschütze Gebhart.

Mit Blick auf das Bayern-Spiel meinte er: "Wenn man sieht, auf welchem Tabellenplatz wir stehen, dann ist das eine Riesenherausforderung. Aber wir müssen punkten."

Mannschaft auf sechs Positionen verändert

Bei leichtem Schneetreiben verfolgte Labbadia das Spiel gegen den eher biederen dänischen Tabellenzweiten durchgehend im Stehen, er gestikulierte und feuerte an.

Doch seine neue Mannschaft, die er im Vergleich zum 1:2 des VfB in der Bundesliga bei Hannover 96 auf sechs Positionen in der Anfangsformation geändert hatte, offenbarte nach wie vor zahlreiche Schwächen.

Beim erkennbaren Bemühen, die Gäste spielerisch zu besiegen, schlichen sich viele ungenaue Pässe im Spielaufbau ein, auch die Abwehr agierte bisweilen fahrlässig.

Dänen helfen kräftig mit

Die Treffer vor nur 14.000 frierenden Besuchern fielen unter Mithilfe der Dänen. Vor dem 1:0 durch Gebhart ließ Abwehrspieler Anders Möller Christensen den Ball vor die Füße des Stuttgarters fallen, beim 4:0 von Pogrebnjak prallte das Spielgerät von seinem Körper ins Netz.

Der Treffer war durchaus kurios, da der Ball schon geklärt schien, aber soviel Rückwärtsdrall hatte, dass er doch noch über die Linie rollte.

Am 2:0 war ebenfalls Gebhart beteiligt, dessen Flanke von Odenses Innenverteidiger Daniel Höegh ins eigene Netz gelenkt wurde. Vor dem 3:0 durch Gentner bekamen die Dänen den Ball trotz mehrfacher Versuche nicht aus dem Strafraum.

Pfiffe trotz klarer Führung

Labbadia hatte die Stuttgarter Mannschaft im Vergleich zur Niederlage in Hannover, die Vorgänger Jens Keller nach nur 59 Tagen zum Verhängnis geworden war, auf überraschend vielen Positionen umgestellt.

Statt des erkälteten Matthieu Delpierre sowie Christian Träsch, Gentner, Martin Harnik, Elson und Cacau standen Ermin Bicakcic, Cristian Molinaro, Zdravko Kuzmanovic, Mamadou Bah, Ciprian Marica und Pogrebnjak in der Anfangsformation.

Überzeugen konnte der VfB trotz des hohen Sieges allerdings nicht, selbst nach dem vierten Treffer hallten Pfiffe durch das Stadion.

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