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Shinji Okazaki wechselte von Shimizu S-Pulse zum VfB © getty

Den VfB plagen vor dem Spiel bei Benfica Sturmprobleme. Die Hoffnungen ruhen Okazaki, dessen Freigabe gerade noch rechtzeitig kam.

Von Isabel Meixner

München/Lissabon ? Shinji Okazaki ist ab sofort für den VfB Stuttgart spielberechtigt.

Der Weltverband FIFA erteilte dem 24-Jährigen wenige Stunden vor dem Europa-League-Spiel bei Benfica Lissabon (ab 18.45 Uhr im LIVE-TICKER) die Freigabe.

Der japanische Stürmer steht somit der ersten K.o.-Runde erstmals im Kader des Teams von Trainer Bruno Labbadia - und auch direkt in der Startelf.

"Haben uns absolut korrekt verhalten"

"FIFA und UEFA haben zügig reagiert und uns Recht gegeben", sagte Sportdirektor Jochen Schneider.

"Das unterstreicht, dass wir uns absolut korrekt verhalten haben. Es freut uns natürlich besonders, dass wir die Freigabe für Shinji noch vor dem Spiel erhalten haben."

Okazakis ehemaliger Klub Shimizu S-Pulse hatte dem Angreifer zuvor die Freigabe verweigert.

Benfica klarer Favorit

In Portugal werden es die Schwaben aber auch mit Okazaki schwer haben. Benfica ist als einer der "Absteiger" aus der Champions League klar favorisiert

Zudem muss Labbadia auf eine Reihe von Offensivakteuren verzichten.

[kaltura id="0_gw5b8835" class="full_size" title="Ablenkung vom Abstiegskampf"]

Marica nicht im Aufgebot

Auf Ciprian Marica etwa, den der Trainer bis auf weiteres aus der Mannschaft geworfen hatte.

Marica hatte in rumänischen Medien zuletzt mit einem Wechsel kokettiert und sich über zu viel Defensivaufgaben beschwert.

"Er war nicht bereit, unseren Weg mitzugehen", erklärte Labbadia. "Er hat Dinge gesagt, die nicht akzeptabel sind."

Das Tuch zwischen dem Rumänen und dem Verein scheint zerschnitten.

"Es ist nur hypothetisch, dass er nochmals spielt", erteilte Sportdirektor Fredi Bobic einer Aussöhnung eine Absage.

Pogrebnyak verletzt, Cacau angeschlagen

Mindestens zwei Spiele muss der VfB zudem auf Pavel Pogrebnyak verzichten. Der Stürmer brach sich im Training eine Rippe und trat den Flug nach Lissabon gar nicht erst an.

Auch Nationalstürmer Cacau ist angeschlagen und wird wohl nicht 90 Minuten durchspielen können.

Timo Gebhart, Christian Gentner, Arthur Boka, Mamadou Bah und Johan Audel fallen mit ihren Bänderrissen ohnehin länger aus.

Lissabon als Chance

Trotz der negativen Ausgangsbedingungen sieht Bobic die Partie in Lissabon als Chance für den VfB.

"Es kann für die Mannschaft in unserer Situation von Vorteil sein, mal zwei, drei Tage wegzukommen und den Kopf freizubekommen."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Lissabon: Roberto - Pereira, Luisao, Sidnei, Coentrao - Javi Garcia - Aimar, Gaitan, Salvio - Saviola, Cardozo

Stuttgart: Ulreich - Funk, Tasci, Delpierre, Molinaro - Kuzmanovic - Träsch, Hajnal, Harnik - Cacau, Okazaki

Schiedsrichter: Eric Braamhaar (Niederlande)

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