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Martin Harnik (r.) wechselte 2010 von Werder Bremen zum VfB Stuttgart © imago

Stuttgart schöpft trotz des 1:2 bei Benfica Lissabon Mut im Abstiegskampf. Neuzugang Okazaki zeigt ein beeindruckendes Debüt.

Lissabon - Wieder verloren, aber trotzdem neue Hoffnung geschöpft.

"Auf unser Spiel, besonders in der ersten Halbzeit, können wir in den nächsten Wochen aufbauen", resümierte Bruno Labbadia, Trainer des VfB Stuttgart, nach dem 1:2 (1:0) bei Benfica Lissabon im Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde.

Die Schwaben hatten dem portugiesischen Meister einen Europacup-Kampf über die volle Distanz geliefert, und zeigten dabei Tugenden, die in der prekären Lage des VfB in der Bundesliga unersetzlich sind:

Kampfgeist, Wille und Leidenschaft.

(Auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

"Die Partie macht Mut"

Knapp 50 Minuten schnupperte der VfB dank eines Traumtores von Martin Harnik (21.) und einer über weite Strecken überzeugenden Mannschaftsleistung, konzentrierter Defensivarbeit sowie gefälliger Ballstafetten am Sieg.

Durch die Gegentore von Oscar Cardozo (70.) und Franco Jara (81.) stand für den VfB am Ende aber erneut eine Niederlage, für Lissabon war es hingegen der elfte Sieg in Folge.

"Die Partie macht auf jeden Fall Mut - auch vom Kopf her", äußerte Nationalstürmer Cacau.

Nun gilt es für den VfB den Aufwärtstrend am Sonntag (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) bei Bayer Leverkusen, an der ehemaligen Wirkungsstätte von Coach Labbadia, zu bestätigen.

Cacau: "Mit der Leistung wie in der ersten Halbzeit haben wir auch in Leverkusen gute Chancen zu bestehen."

Harnik freut sich über geschlossenes Auftreten

Ähnlich bewertete Torschütze Harnik die Niederlage und sprach von einer "guten Reaktion" nach der 1:4-Klatsche gegen Nürnberg.

"Das war ein ganz anderer Auftritt von uns. Wir standen wieder als Mannschaft auf dem Platz", freute sich der 23 Jahre alte österreichische Nationalspieler mit Blick auf den vergangenen Bundesliga-Spieltag.

Starkes Debüt von Okazaki

Maßgeblichen Anteil an der guten Leistung der Stuttgarter hatte auch Neuzugang Shinji Okazaki.

Der japanische Angreifer hatte laut eigener Aussage erst drei Stunden vor dem Anpfiff von seiner Startelfnominierung erfahren. Zuvor hatte der Weltverband FIFA dem Asien-Meister die noch ausstehende Freigabe erteilt.

Der 24-jährige zeigte vor allem in der ersten Hälfte eine starkes Debüt und beackerte trotz fehlender Spielpraxis die rechte Seite mit unermüdlichem Einsatz. Dabei zeigte er nicht nur seine Qualitäten in der Offensive, sondern half auch in der zuletzt wackelnden VfB-Abwehr mit aus.

Labbadia lobte seinen Neuzugang nach dem Spiel: "Das war ein sehr, sehr gutes Spiel von ihm in Anbetracht der Kürze der Zeit. Er hat sehr gut mitgearbeitet - auch in der Defensive."

Niedermaier, Kuzmanovic und Hajnal angeschlagen

Der VfB-Trainer hatte jedoch kaum eine andere Wahl, als Okazaki ins kalte Wasser zu werfen.

In Arthur Boka (Innenbandriss im Knie), Christian Gentner, Timo Gebhart (beide Bänderriss im Sprunggelenk) sowie Pavel Pogrebnyak (Rippenbruch) standen dem 45-Jährigen vier Stammkräfte nicht zur Verfügung.

Und auch in Lissabon blieb den Schwaben das Verletzungspech treu. Georg Niedermeier und Zdravko Kuzmanovic wurden nach dem Spiel mit einer leichten Gehirnerschütterung behandelt.

Tamas Hajnal wurde wegen einer Kapselverletzung am rechten Sprunggelenk nach 63 Minuten ausgewechselt.

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