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Thomas Tuchel wurde 2009 mit den Mainzer A-Junioren Deutscher Meister © getty

Bei Mainz ist vor dem Hinspiel der Europa-League-Quali gegen Medias vieles neu. Der Trainer warnt. Stürmer stehen im Fokus.

Mainz - Neues Stadion, neue Spieler, neue Sorgen.

Der FSV Mainz 05 muss vor dem Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen den völlig unbekannten rumänischen Klub CS Gaz Metan Medias (Do., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) die hohen Erwartungen bremsen.

"Platz fünf letzte Saison, jetzt das neue Stadion, ein tolles Vorbereitungsturnier, die Europa League vor Augen - aber wir dürfen nicht den Fehler machen, uns hier einlullen zu lassen", sagte Trainer Thomas Tuchel, der wie fast alle seine Spieler vor der Europapokal-Premiere steht.

Gemischte Gefühle

Denn bei der bislang einzigen Teilnahme am internationalen Geschäft war Dortmunds Meister-Coach Jürgen Klopp noch Trainer der Mainzer.

In der Saison 2005/2006 waren die Rheinhessen dank der Fair-Play-Wertung in den UEFA-Cup gerutscht. Vom damaligen Kader sind heute nur noch Torhüter Christian Wetklo und Innenverteidiger Nikolce Noveski an Bord, und die haben nicht nur positive Erinnerungen.

Denn während der FSV mit dem Einzug in die K.o.-Runde für Furore sorgte, gingen die ersten fünf Spiele in der Bundesliga allesamt verloren.

Personeller Aderlass

Im Sommer nun mussten die Mainzer einige personelle Rückschläge hinnehmen (SERVICE: Die Sommerfahrpläne).

"Wir haben in Schürrle, Holtby und Fuchs drei Spieler mit Top-Niveau verloren. Sowas steckt keine Mannschaft der Welt einfach so weg", sagte Tuchel, der mit der Vorbereitung seiner neu zusammengewürfelten Mannschaft nicht zufrieden war.

"Wir müssen jetzt erst mal die Basics hinbekommen. Es muss uns klar sein, dass das harte Arbeit ist - es wird eine Herkules-Aufgabe!"

Heidel warnt

Das sieht auch Manager Christian Heidel so, der frühestens beim Überstehen der Gruppenphase mit einem finanziellen Plus rechnet.

Zunächst einmal steht gegen den rumänischen Außenseiter in Hin- und Rückspiel aber die Qualifikation für die Gruppenphase im Fokus.

Vor dem ersten Pflichtspiel in der neuen Arena am Europakreisel warnte Heidel davor, Medias auf die leichte Schulter zu nehmen.

"Das Allerwichtigste ist, dass wir den Gegner nicht unterschätzen. Die Rumänen können Fußball spielen. Natürlich sind wir Favorit, und natürlich wollen wir eine Runde weiterkommen, aber wir dürfen - und das gilt auch für die Zuschauer - nicht mit der Erwartungshaltung ins Spiel gehen, dass wir Medias einfach so die Kiste vollhauen", sagte Heidel der "Mainzer Allgemeinen Zeitung".

Heimvorteil als Trumpf

Deshalb wünscht sich Heidel, dass die Fans der 12. Mann sind. Die neue Arena fasst 33.500 Zuschauer.

"Wir müssen das als ganz enges Spiel annehmen. Und entsprechend muss am Donnerstagabend auch die Atmosphäre im Stadion sein. Wir sind alle auf die Akustik und Lautstärke von den Rängen gespannt, auch wenn das Stadion vielleicht nicht ganz voll ist", sagte Heidel.

Neuer Sturm

Dabei gibt es für die Fans neben dem neuen Stadion auch zahlreiche neue Spieler zu sehen. Nach den Abgängen von Schürrle, Holtby und Fuchs holten die Mainzer gleich neun Neuzugänge.

Im Zentrum des Interesses stehen die Angreifer Eric Maxim Choupo-Moting sowie Anthony Ujah, die bei den Testspielniederlagen gegen Darmstadt 98 (1:4) und den österreichischen Zweitligisten Grödig allerdings noch einen schweren Stand hatten.

Die voraussichtliche Mainzer Aufstellung: Müller - Fatih, Svensson, Noveski, Pospech - Polanski, Soto - Risse, Choupo-Moting, Ivanschitz - Allagui

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