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Jörg Schmadtke (l.) und Horst Heldt trafen in der Bundesliga schon als Spieler aufeinander © dpa

Hannover muss bei der Rückkehr nach Europa gegen einen zweimaligen Titelträger ran. Die Schalker haben es da etwas leichter.

München - Für Hannover 96 ist es ein "Hammerlos", Pokalsieger Schalke 04 kann sich dagegen über eine lösbare Aufgabe freuen:

Die Auslosung der Play-off-Spiele zur Europa League im schweizerischen Nyon bescherte den Niedersachsen im spanischen Renommierklub FC Sevilla einen harten Prüfstein, dagegen erhielten die Königsblauen in HJK Helsinki einen machbaren Gegner.

"Der FC Sevilla ist für uns ein Hammerlos. Sehr schwierig, aber wir stellen uns dieser Herausforderung", sagte 96-Klubchef Martin Kind.

Sportdirektor Jörg Schmadtke ergänzte: "Gegen den top-gesetzten Klub FC Sevilla zu spielen, ist eine besondere Herausforderung. Ich finde es für unsere Fans sehr attraktiv. Bei uns muss alles passen, damit ein Weiterkommen möglich ist."

Die Play-off-Spiele finden am 18. und 25. August statt, die Gruppenphase beginnt am 15. September. Die Gewinner der Play-off-Spiele sind für die Gruppenphase qualifiziert.

Wiedersehen mit Trochowski und Rakitic

Bei ihrem internationalen Comeback nach 19 Jahren können die Hannoveraner im 45.000 Zuschauer fassenden Stadion Ramon Sanchez Pizjuan ein Wiedersehen mit Arouna Kone feiern.

Der Ivorer spielte im vergangenen Jahr auf Leihbasis sechs Monate für "96", kam jedoch verletzungsbedingt nur auf acht Einsätze mit zwei Toren. Weitaus bekannter sind in Deutschland der frühere Hamburger Piotr Trochowski sowie der Ex-Schalker Ivan Rakitic.

Schalke gegen Litmanen

Schalke-Trainer Ralf Rangnick nimmt den Widersacher aus Finnland, Helsingin Jalkapalloklubi aus Helsinki, trotz der Favoritenstellung der Königsblauen ernst:

[kaltura id="quiz" class="full_size" title="Mainz ist raus "]

"HJK Helsinki ist sicherlich der bekannteste Klub des finnischen Fußballs. Außer Jari Litmanen sagen uns die Namen der Spieler derzeit noch nicht allzu viel. Es gilt jedoch keinen Gegner zu unterschätzen, deswegen werden wir uns ab der kommenden Woche gezielt mit HJK beschäftigen."

Litmanen, der wohl beste Fußballer, den Finnland je hervorgebracht hat, lässt seine Karriere in der Hauptstadt ausklingen und kommt nur noch zu Kurzeinsätzen. Kein Wunder: Der ehemalige Stürmerstar des FC Liverpool, FC Barcelona und von Ajax Amsterdam, der in der Saison 2005/06 auch mal kurz bei Hansa Rostock gespielt hat, ist schon 40 Jahre alt.

Heldt und Höwedes freuen sich

Häufiger zum Einsatz kommt Mittelfeldspieler Alexander Ring, ein Deutsch-Finne, der in der Jugend von Bayer Leverkusen das Fußballspielen gelernt hat. Immerhin Bundesliga-Erfahrung in Deutschland können Aki Riihilahti (2006/07 beim 1. FC Kaiserslautern) und Berat Sadik (2008 bis 2010 bei Arminia Bielefeld) vorweisen.

Schalkes Manager Horst Heldt freut sich auf die finnische Hauptstadt: "Dorthin hat es mich in meiner aktiven Laufbahn und als Verantwortlicher bisher noch nie geführt. Wir wollen möglichst beide Spiele gewinnen und so in die Gruppenphase der Europa League einziehen."

Kapitän Benedikt Höwedes äußerte: "Es wird sicherlich keine einfache Partie für uns, aber ich denke, es ist trotzdem machbar. Helsinki ist nicht zu unterschätzen, sie sind in der Champions-League-Qualifikation nur knapp an Zagreb gescheitert. Dennoch sollten wir mit genügend Selbstvertrauen in die Begegnung gehen und uns für die Gruppenphase qualifizieren."

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