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Raul wechselte im Sommer 2010 von Real Madrid zum FC Schalke 04 © getty

Vor den Playoffs zur Euro League gegen Helsinki herrscht Unruhe bei Schalke. Raul bleibt zu Hause. Der Untergrund ist schuld.

Helsinki - Bei Schalke 04 herrscht trügerische Ruhe.

In Wahrheit scheint beim Pokalsieger wegen der ungeklärten Zukunft von Publikumsliebling Raul eine Zeitbombe zu ticken.

Der spanische Superstar fehlte überraschend am Mittwochvormittag am Flughafen Münster/Osnabrück, von wo aus der Schalke-Tross Richtung Helsinki zum Playoff-Hinspiel zur Europa League startete.

Nach offiziellen Angaben sollte der 34-Jährige geschont werden, ihm ein Auftritt beim finnischen Meister HJK Helsinki auf Kunstrasen am Donnerstag (ab 18.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) nicht zugemutet werden.

Heldt begrüßt Bekenntnis

Am Vorabend hatte Raul einen sofortigen Wechsel zu den Blackburn Rovers abgelehnt und den Verantwortlichen mitgeteilt, "dass er bei Schalke bleiben möchte."

Manager Horst Heldt begrüßte das Bekenntnis zum Verein: "Wir freuen uns, dass Raúl auch künftig alles dazu beitragen will, dass wir sportlich erfolgreich sind."

Trotzdem bleibt für den Rekord-Torschützen der Champions League durch seine Ruhepause ein Hintertürchen für einen kurzfristigen Wechsel offen.

Raul soll im Rückspiel auflaufen

Bei einem Einsatz in Helsinki hätte der 102-malige spanische Nationalspieler in der Europa League oder der Champions League für keinen anderen Klub mehr in dieser Saison spielen dürfen.

Dadurch, dass Raul in Deutschland blieb, halten sich also hartnäckig die Gerüchte, dass der Stürmer trotz seines bis 2012 laufenden Vertrages bei den Königsblauen noch vor Ende der Transferperiode am 31. August Schalke verlassen könnte.

[kaltura id="0_o4z5m2al" class="full_size" title="Der Superstar bleibt daheim"]

Schalke dementierte allerdings, dass der Verzicht auf Raul etwas mit einem bevorstehenden Transfer zu tun habe. Im Rückspiel in der heimischen Arena in einer Woche soll der Publikumsliebling auflaufen.

Verwinkeltes Tönnies-Statement

"Wenn er die Bitte äußern würde, im möglichen letzten Jahr seiner Karriere noch einmal zu einem anderen Klub zu wollen, würden wir uns damit beschäftigen", sagt gleichwohl Aufsichstratschef Clemens Tönnies der "dpa". Das sei aber nicht der Fall, "also beschäftigen wir uns mit dieser Frage auch nicht", ergänzte Tönnies.

Ein verwinkeltes Statement, das nicht zum Abkühlen der Gerüchteküche beitragen wird.

Heldt war nach außen um Ruhe bemüht, das Thema Raul überschattete aber mehr als den Schalker Verantwortlichen lieb war die Vorbereitung auf das wichtige Playoff-Hinspiel.

Unter Ragnick unzufrieden?

"Ich weiß nicht, was bis zum Ende der Transferperiode am 31. August passiert. Sagt uns Raul, dass er wechseln will, müssen wir uns damit beschäftigen", vertrat der frühere Profi gegenüber der "Bild" einen ähnlichen Standpunkt wie Tönnies.

Seit einiger Zeit halten sich Spekulationen, dass der Publikumsliebling mit seiner neuen Rolle unter Trainer Ralf Rangnick nicht mehr zufrieden ist.

Dass der Routinier einen Platz im Mannschaftsrat ablehnte, gilt als ein Indiz für seine Wechselabsichten, auch wenn dafür zunächst vor allem die Sprachbarriere als Grund genannt wurde.

Schalke will den Spanier halten

Zuletzt war auch der FC Malaga als möglicher neuer Arbeitgeber des früherem spanischen Nationalspielers genannt worden, nachdem dieser in den Niederlanden eine Nacht im Trainingslager der Spanier verbracht hatte - angeblich, um alte Bekannte zu treffen.

Rauls Vertrag auf Schalke läuft noch bis 2012, doch dass er solange in Gelsenkirchen bleibt, wird immer unwahrscheinlicher, auch wenn Heldt versichert:

"Sowohl unser Trainer Ralf Rangnick als auch mein Vorstandskollege Peter Peters und ich haben immer betont, dass wir ihn nicht abgeben möchten."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Helsinki: Wallen - Kansikas, Lindström, Fowler, Mannström - Ojala, Pukki, Zenell, Sorsa - Sadik, Pelvas - Trainer: Muurinen.

Schalke: Fährmann - Uchida, Papadopoulos, Höwedes, Höger - Matip, Holtby - Moravek, Jurado, Draxler - Huntelaar - Trainer: Rangnick.

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