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Klaas-Jan Huntelaar wechselte 2010 vom AC Mailand zum FC Schalke © getty

Gegen Larnaka will Schalkes Tormaschine Klaas-Jan Huntelaar sein Konto weiter aufstocken. ManUnited streckt seine Fühler aus.

Von Jakob Gajdzik

München - Zwei Treffer und doch nicht ganz zufrieden.

"Wenn ich alle Chancen nutze, muss ich eigentlich viermal treffen", sagte Schalkes Klaas-Jan Huntelaar nach seinem Doppelpack beim 3:1-Sieg gegen 1899 Hoffenheim am (Bericht).

Wer den Saisonverlauf des Niederländers mitverfolgt, der weiß, Huntelaar meint es ernst.

21 Treffer in 19 Pflichtspielen stehen bislang in dieser Saison für den "Hunter" auf dem Zettel. Eine überragende Bilanz.

Die erfolgreiche EM-Qualifikation mit "Oranje" schloss der der 28-Jährige bereits mit zwölf Treffern als Torschützenkönig ab.

Bei ManUnited im Gespräch?

Solch eine Bilanz macht begehrt. Laut englischen Medienberichten, soll Englands Rekordmeister Manchester United seine Fühler nach Huntelaar ausgestreckt haben.

"Es ist völlig normal, dass ein Spieler in dieser Top-Form auch für andere Klubs interessant ist. Es gibt aktuell aber kein Angebot für Klaas", meinte Sportvorstand Horst Heldt in der "Bild".

United soll ein Tauschgeschäfft anstreben. Angeblich will Trainer Sir Alex Ferguson Stürmer Dimitar Berbatov gegen Huntelaar tauschen. "Über diesen interessanten Vorschlag muss ich mal eine Nacht schlafen", erklärte Heldt. "Klaas hat sich im Sommer ganz klar zu Schalke positioniert", betonte Heldt gegenüber dem "kicker".

Doch sollte Schalke die Champions-League-Qualifikation im kommenden Frühjahr erneut verpassen, kann Huntelaar wohl nicht gehalten werden. "Wir müssen die Entwicklung des Vereins abwarten und schauen, wo die Reise hingeht", sagte Heldt.

Torquote ausbauen

Zunächst will Huntelaar in der Europa League gegen Larnaka (ab 20.50 Uhr im LIVE-TICKER) seine Torquote weiter ausbauen. Beim 5:0-Hinspielsieg traf er bereits zwei Mal.

Gegen das Team aus Zypern ist ein Sieg fest eingeplant. Schalke kann mit dem dritten Sieg im vierten Spiel theoretisch sogar schon das Ticket für die nächste Runde buchen. (DATENCENTER: Europa League)

Am besten mit weiteren Treffern der niederländischen "Tormaschine".

[kaltura id="0_k7iciosl" class="full_size" title="Dinner for Schalke"]

Vier Bayern-Bestmarken wackeln

Was Huntelaar vielleicht nicht weiß, mit seinem aktuellen Torhunger macht er Jagd auf gleich vier Bayern-Stürmer.

Inklusive der Qualifikation, hat der Niederländer auf internationalem Parkett sein Tore-Konto auf sechs hochgeschraubt und macht damit Jürgen Klinsmann Druck, auch wenn bislang nur die beiden Treffer gegen Larnaka im Vergleich zählen. (STATISTIK: Die Europa-League-Torjäger)

Der ehemalige DFB-Coach kam 1995/1996 im damaligen UEFA-Cup auf sagenhafte 15 Tore im Trikot des Rekordmeisters und krönte diese Leistung mit dem Gewinn der Trophäe.

Erst Makaay, dann Müller?

Dazu ist mit 23 Treffern aus der Saison 2003/2004 der ehemalige Münchner Goalgetter Roy Makaay (noch) der bislang erfolgreichste Holländer der Bundesliga-Geschichte. Das Bayern-"Phantom" stand allerdings zum gleichen Zeitpunkt der Saison erst bei sechs Treffern, Huntelaar hat bereits deren zehn auf seinem Konto.

Mit dieser Ausbeute liegt er in der Bundesliga nur zwei Treffer hinter dem aktuell führenden der Torjägerliste - Bayern-Stürmer Mario Gomez.Und schließlich gibt es noch den Uralt-Rekord von Bayern-Legende Gerd Müller, der die Saison 1971/72 mit 40 Treffern abschloss.

Gibt es ein Erfolgsgeheimnis des 28-Jährigen, der mit seinen Treffern dafür sorgte, dass die Schalker in den letzten acht Partien sieben Mal als Sieger vom Platz gingen?

Schon mehr Treffer als letzte Saison

"Wir haben einen Lauf", antwortete Huntelaar lapidar auf die Serie, die "Königsblau" auf den zweiten Tabellenplatz der Bundesliga führte.

Der Niederländer selbst scheint unter seinem Landsmann Huub Stevens aufzublühen und hat in der Liga bereits zweimal öfters getroffen, als in der kompletten letzten Saison (acht).

"Es ist wichtig für mich, ständig in Bewegung zu bleiben und viel am Ball zu sein", so der Stürmer, der mit dieser Art und Weise zu spielen genau den Vorstellungen seines Trainers entspricht.

"Bin konditionell viel besser"

"Ich habe vor meinem Wechsel nach Schalke nicht immer gespielt bei AC Mailand. Dann habe ich bei Felix Magath sehr viel trainiert ? das kostet auch Kraft", sagte Huntelaar, der vor seiner Anstellung in Italien auch bereits für Real Madrid die Schuhe schnürte der Zeitung "DerWesten".

Der Torjäger ergänzte: "Jetzt bin ich konditionell viel besser. Ich will den Ball berühren. Am besten vorn, wo die Tore fallen".

Das will er auch zu Hause gegen Larnaka einmal mehr unter Beweis stellen.

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