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Mame Biram Diouf (r.) kommt in vier Partien für Hannover auf ein Tor und eine Vorlage © imago

Nach seinem Premieren-Treffer gegen Stuttgart kündigt Hannovers Neuzugang Diouf für die Partie in Brügge die nächste Großtat an.

Von Christoph Lother

München - Er ist in diesen Tagen der große Hoffnungsträger bei Hannover 96: Mame Biram Diouf.

Nachdem er beim 4:2-Erfolg über den VfB Stuttgart (Bericht) sein erstes Tor für die Niedersachsen erzielt hatte, riss der Senegalese das Publikum mit einem artistischen Salto von den Sitzen.

Ein gutes Zeichen für Mirko Slomka, schließlich erwartet der 96-Trainer im Sechzehntelfinal-Rückspiel der Europa League beim FC Brügge (ab 18.45 Uhr im LIVE-TICKER) einen "heißen Tanz".

Slomka erwartet "enge Kiste"

Das Gegentor, das sie bei ihrem 2:1-Sieg im Hinspiel kassierten, schmerzt die Hannoveraner zwar.

Andererseits dürfen sie sich ob ihrer geglückten Aufholjagd nach 0:1-Rückstand und der dabei bewiesenen Moral für das zweite Aufeinandertreffen mit den Belgiern im Jan-Breydel-Stadion durchaus gerüstet fühlen (DATENCENTER: Europa League).

"Das wird eine ganz enge Kiste", warnt Slomka und ergänzt: "Wir müssen alle in Topverfassung sein." Auch Diouf.

Starker Einstand von Diouf

Dass sich die Hannoveraner auf ihren Neuzugang verlassen können, bewies er nicht erst gegen Stuttgart.

Schon bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz Anfang Februar in Berlin hatte der 24-jährige den 1:0-Siegtreffer durch Mohammed Abdellaoue aufgelegt und auch in den darauffolgenden Partien erwies er sich als ständiger Unruheherd im gegnerischen Strafraum.

Gegen den VfB machte er sogar den Ausfall von Toptorjäger Abdellaoue vergessen.

Lob von den Teamkollegen

Keine Frage, Slomka und Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke bewiesen wie schon im Fall von Abdellaoue und Didier Ya Konan auch bei der zwei Millionen Euro teuren Winter-Verpflichtung von Manchester United ein gutes Näschen.

[kaltura id="0_jpttw9o1" class="full_size" title="Brügge sehen und weiterkommen"]

"Wir sind mit ihm noch viel variabler geworden. Es gibt nicht viele Klubs in der Bundesliga, die vorne so gut dastehen", lobt 96-Stürmer Jan Schlaudraff seinen neuen Teamkollegen.

Auch Torhüter Ron-Robert Zieler freut sich über diesen "sympathischen Typ, der immer alles gibt."

Eingewöhnungsphase überstanden

In seinen ersten Einsätzen für Hannover gab Diouf sogar fast zu viel, bekam aufgrund seiner robusten Spielweise einiges abgepfiffen.

"Ich wundere mich, was Stürmer hier alles nicht dürfen", gestand Diouf gewisse Eingewöhnungsprobleme.

Ein mögliches Problem für die Zukunft sieht der 1,85 Meter große Vollblutstürmer darin aber nicht.

Stattdessen freut er sich über die jüngsten Erfolge und verspricht weitere Großtaten: "Es ist ein großartiges Gefühl. Eine tolle Woche mit zwei Siegen. Jetzt hoffe ich auf das nächste Tor in Brügge", sagte Diouf der "Bild".

Über Molde nach Manchester

Das Toreschießen gehört ohnehin zu den Spezialgebieten des senegalesischen Nationalspielers, der beim ASC Diaraf Dakar das Fußballeinmaleins lernte und nach einem erfolgreichen Probetraining im Jahr 2006 zum norwegischen Zweitligisten Molde FK wechselte.

Mit Molde feierte Diouf nicht nur den direkten Wiederaufstieg und in der darauffolgenden Saison die Vizemeisterschaft, mit insgesamt 23 Toren in 52 Pflichtspielen machte er auch ManU-Coach Sir Alex Ferguson auf sich aufmerksam.

96 setzt auf Dioufs Torriecher

In Manchester konnte sich Diouf zwar nie so richtig durchsetzen, wurde 2009 zunächst zurück nach Molde und ein Jahr später an die Blackburn Rovers verliehen.

Für das Reserveteam der "Red Devils" erzielte er in elf Spielen aber immerhin elf Treffer.

Auch in Hannover soll er laut Slomka "mit seiner Leidenschaft und seinem Enthusiasmus" noch möglichst viele Tore erzielen - und Saltos schlagen.

Aus Sicht seines Trainer gerne schon heute Abend in Brügge.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Brügge: Kujovic - Hoefkens, Almebäck, Jordi, Camozzato - Zimling - van Acker, Vazquez - Refaelov, Lestienne - Akpala

Hannover: Zieler - Chahed, Eggimann, Pogatetz, Schulz - Schmiedebach, Pinto - Schlaudraff, Pander - Diouf, Abedellaoue

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