Schwere Gruppe für Gladbach - Trio im Glück
Monaco - Borussia Mönchengladbach hat in der Europa League schwere Gegner zugelost bekommen.
In der Gruppe C der Europa League trifft der Champions-League-Qualifikant auf Olympique Marseille, Fenerbahce Istanbul und AEL Limassol aus Zypern.
Das ergab die Auslosung am Freitag in Monte Carlo. Mönchengladbach war in der Champions-League-Qualifikation am Mittwoch an Dynamo Kiew gescheitert.
"Olympique Marseille ist ein Traditionsverein aus Frankreich mit internationalem Renommee", sagte Sportdirektor Max Eberl:
"Das wird eine große Aufgabe für uns. Ich denke aber, dass wir sportlich dagegen halten können. Bei Fenerbahce Istanbul wird uns ein Hexenkessel erwarten."
Heimspiele wichtig
Er ergänzte: "Wichtig wird sein, die Heimspiele erfolgreich zu bestreiten. Und Limassol ist die Unbekannte der Gruppe. Gerade diese vermeintlich kleinen Gegner können aber sehr gefährlich sein."
Besser erwischen es dagegen die anderen drei Bundesliga-Vertreter.
Der VfB Stuttgart trifft in der Gruppe E auf den FC Kopenhagen, Steaua Bukarest und Molde FK.
Kvist trifft auf alte Kollegen
"Wir wollen versuchen in der Gruppe durchzukommen. William Kvist wird sich am meisten freuen, da er auch seine alten Kumpels aus Kopenhagen trifft. Es sind alles interessante Gegner", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia.
Der Bundesliga-Fünfte Bayer Leverkusen trifft in der Gruppe K auf Metalist Charkow, Rosenborg Trondheim und Rapid Wien.
Wegen der Temperaturen in der Ukraine und Norwegen scherzte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser:
"Als Betriebswirt bin ich froh, dass sich die 20 Paar beheizbare Schuhe, die wir vor zwei Jahren für die Spiele in der Ukraine und Norwegen angeschafft haben, nun refinanzieren lassen."
Völler optimistisch
Sportdirektor Rudi Völler zeigte sich optimistisch:
"Mit der Auslosung können wir gut leben. Zwei der drei Gegner kennen wir bereits sehr gut und auf Rapid Wien freuen wir uns ganz besonders. Wenn wir unser Potenzial abrufen, müssten wir uns in dieser Gruppe durchsetzen können."
Der letzte deutsche Klub Hannover 96 bekommt es in der Gruppe L mit Twente Enschede, UD Levante und Helsingborgs IF zu tun.
Slomka: "Ausgeglichene Gruppe"
"Das ist eine sehr ausgeglichene Gruppe, in der für uns alles möglich ist. Glücklicherweise bleiben uns Reisestrapazen erspart", sagte 96-Trainer Mirko Slomka:
"Zudem ist mir das Weiterkommen wichtiger als ein attraktiver Gegner."
Auftakt am 20. September
Die Gruppenphase beginnt am 20. September, letzter Spieltag ist der 6. Dezember. Das Finale wird am 15. Mai in Amsterdam ausgetragen.
Im Vergleich zu früher lässt sich in der Europa League spürbar mehr Geld verdienen.
Jeder Verein kassiert ein Startgeld von 1,3 Millionen Euro, ein Sieg ist 200.000 Euro wert, ein Unentschieden immerhin 100.000 Euro.
Die Gruppen der Europa League im Überblick.
Gruppe A: FC Liverpool, Udinese Calcio, Young Boys Bern, Anschi Machatschkala
Gruppe B: Atletico Madrid, Hapoel Tel Aviv, Viktoria Pilsen, Academica Coimbra
Gruppe C: Olympique Marseille, Fenerbahce Istanbul, Borussia Mönchengladbach, AEL Limassol
Gruppe D: Girondins Bordeaux, FC Brügge, Newcastle United, Maritimo Funchal
Gruppe E: VfB Stuttgart, FC Kopenhagen, Steaua Bukarest, Molde FK
Gruppe F: PSV Eindhoven, SSC Neapel, Dnjepr Dnjepropetrowsk, AIK Solna
Gruppe G: Sporting Lissabon, FC Basel, KRC Genk, Videoton Szekesfehervar
Gruppe H: Inter Mailand, Rubin Kasan, Partizan Belgrad, Neftschi Baku
Gruppe I: Olympique Lyon, Athletic Bilbao, Sparta Prag, Hapoel Kirjat Shmona
Gruppe J: Tottenham Hotspur, Panathinaikos Athen, Lazio Rom, NK Maribor
Gruppe K: Bayer Leverkusen, Metalist Charkow, Rosenborg Trondheim, Rapid Wien
Gruppe L: Twente Enschede, Hannover 96, UD Levante, Helsingborgs IF