vergrößernverkleinern
Martin Harnik (r.) kam 2010 von Werder Bremen zum VfB Stuttgart © getty

Gewinnt Stuttgart gegen Molde, dann haben alle deutschen Klubs die Gruppenphase überstanden. Hannover kämpft um Platz eins.

München - Zwei höchst unterschiedliche "Endspiele" und jede Menge Rotation:

Während der VfB Stuttgart am letzten Gruppen-Spieltag der Europa League am Donnerstag um den Einzug in die Zwischenrunde zittert, geht es für Hannover 96 "nur" noch um den Gruppensieg.

Tiefenentspannt treten dagegen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach zum Vorrundenabschluss an - und geben der zweiten Reihe eine Chance.

Nur ein Sieg gegen Molde FK (Do., ab 18.45 Uhr im LIVE-TICKER) aus Norwegen bringt den VfB Stuttgart ganz sicher in die Zwischenrunde. (DATENCENTER: Die Europa League)

VfB will "den Sack zumachen"

Das wäre zudem ein historischer Erfolg: Alle anderen sechs deutschen Vereine haben die Gruppenphase in der Champions League oder Europa League bereits erreicht.

Sollte Stuttgart nachziehen, wären erstmals alle sieben Vertreter aus Deutschland nach der Vorrunde noch dabei. "Wir wollen den Sack gerne zumachen", sagt Trainer Bruno Labbadia, stellt sich allerdings auf ein "Geduldsspiel" ein. (SERVICE: Alles zur Europa League)

Den Gegner kann er nur "schwer einschätzen" - Molde befindet sich nach dem Gewinn der zweiten Meisterschaft nacheinander mehr oder weniger im Winterschlaf, letztes Pflichtspiel war das 1:2 am 22. November beim FC Kopenhagen in der Europa League.

Für die Norweger ist die Zwischenrunde bereits außer Reichweite.

Hannover droht Hammerlos

Hannover 96 hat das Ticket bereits in der Tasche, nun droht jedoch ein Hammerlos.

Das Endspiel um den Gruppensieg bei UD Levante (Do., ab 20.50 Uhr im LIVE-TICKER) wird für die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka daher zum kleinen Finale, um möglichen Gegnern wie Ajax Amsterdam, dem FC Liverpool, Atletico Madrid, Inter Mailand, Fenerbahce Istanbul oder Lazio Rom aus dem Weg zu gehen.

"Wir wollen Gruppenerster bleiben und benötigen dafür einen Punkt", sagte Torwart Ron-Robert Zieler vor dem Duell mit dem Stadtteilklub aus Valencia.

Mit einem Unentschieden würden die Niedersachsen den derzeitigen Tabellenzweiten auf Distanz halten. Rang eins würde sich zudem auch finanziell lohnen: Die UEFA überweist 400.000 statt 200.000 Euro an den Gruppensieger.

[kaltura id="0_ygek7xbj" class="full_size" title="VfB Gala in Bukarest"]

Leverkusen mit Rasselbande

Nach dem Höhenflug in der Liga wird das bereits qualifizierte Bayer Leverkusen im sportlich wertlosen Vorrunden-Finale gegen Rosenborg Trondheim (Do., ab 20.50 Uhr im LIVE-TICKER) erneut eine Rasselbande auf der europäischen Bühne präsentieren.

Wie schon im vorherigen Europa-League-Spiel bei Metalist Charkow (0:2) wird das Trainerteam Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä wohl wieder eine verbesserte A-Jugend aufs Feld schicken.

"Wir haben in Charkow viel rotiert, um jungen Spielern die Möglichkeit zu geben, Erfahrung zu sammeln. Und das werden wir auch diesmal tun", sagte Hyypiä.

Neben ihnen werden laut Hyypiä auch Profis eine Chance bekommen, "die in dieser Saison nicht so oft gespielt haben", wie zum Beispiel Torhüter Michael Rensing, Sidney Sam und Renato Augusto. Oder auch der 3,5 Millionen teure Stürmer Junior Fernandes, der in der Liga gerade einmal 43 Minuten spielen durfte.

Gladbach schont viele Spieler

Auch Mönchengladbach trat die Reise zum türkischen Rekordmeister Fenerbahce (Do., ab 18.45 Uhr im LIVE-TICKER) ohne zahlreiche Stammspieler an.

Trainer Lucien Favre ließ Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen ebenso daheim wie Tony Jantschke, Martin Stranzl, Havard Nordtveit, Juan Arango, Thorben Marx, Lukas Rupp, Igor de Camargo und den gelbgesperrten Patrick Herrmann.

Kapitän Filip Daems (Probleme im Adduktorenbereich) steht vor der Winterpause ohnehin nicht mehr zur Verfügung.

Kein Betriebsausflug

Der fünfmalige Deutsche Meister hat als Gruppenzweiter hinter Istanbul die K.o.-Runde erreicht.

Trotzdem soll die Reise nicht als Betriebsausflug angesehen werden.

"Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich immer hundert Prozent und ich will unbedingt gewinnen. Im Hinspiel hatten wir einige Probleme mit Fenerbahce. Diesmal wollen wir es besser machen", sagte Alvaro Dominguez mit Blick auf die 2:4-Niederlage im ersten Vergleich.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel