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John Terry (l.) spielte 78 Mal für die englische Nationalmannschaft © getty

Die "Blues" setzen sich gegen Bukarest durch. Inter Mailand holt grandios auf, zieht aber in der Verlängerung aber den Kürzeren.

München - Die Deutschen Lewis Holtby, Marko Marin und Markus Steinhöfer haben mit ihren Klubs das Viertelfinale der Europa League erreicht, Christian Lell ist mit UD Levante dagegen gescheitert.

Das Trio, das nach dem Aus aller Bundesligisten die deutsche Fahne hochhält, hatte allerdings kaum Anteil an den Erfolgen.

Holtby wurde eingewechselt, Marin und Steinhöfer spielten gar nicht.

Der Ex-Schalker Holtby entkam mit Tottenham Hotspur und dem deutschen Co-Trainer Steffen Freund knapp einer Blamage.

1:4 nach Verlängerung

Das 1:4 (0:3, 0:1) nach Verlängerung bei Inter Mailand reichte nach dem 3:0-Heimsieg nur aufgrund des Auswärtstores. (DATENCENTER: Europa League)

Auch Champions-League-Sieger Chelsea vermied das Aus beim 3:1 (1:1) gegen Steaua Bukarest nach dem 0:1 in Rumänien nur knapp.

Marin stand dabei gar nicht im Kader.

Fenerbahce und Benfica weiter

Steinhöfer saß bei der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Zenit St. Petersburg um den deutschen Sportdirektor Dietmar Beierdorfer, das dem Schweizer Meister nach dem 2:0 im Hinspiel reichte, 90 Minuten auf der Bank. ( 688648 DIASHOW: Die Bilder der Achtelfinal-Rückspiele )

Der ehemalige Münchner, Kölner und Herthaner Lell stand für Levante 120 Minuten auf dem Platz, kassierte mit dem letzten verbliebenen spanischen Klub nach dem 0:0 im Hinspiel aber eine 0:2 (0:0, 0:0)-Niederlage nach Verlängerung bei Rubin Kasan.

Desweiteren erreichten Fenerbahce Istanbul, Benfica Lissabon und Newcastle United neben den gegen den VfB Stuttgart erfolgreichen Italienern von Lazio Rom die nächste Runde.

Cisse ballert Newcastle weiter

Fener mit dem früheren HSV-Profi Reto Ziegler reichte nach dem 1:0 bei Viktoria Pilsen diesmal ein 1:1 (1:0).

Lissabon gewann nach dem Erfolg gegen Bayer Leverkusen in der Runde zuvor gegen Girondins Bordeaux beide Spiele, nach dem 1:0 zu Hause diesmal mit 3:2 (1:0).

Newcastle setzte sich dank Papiss Demba Cisse gegen Anschi Machatschkala durch, das in der Runde zuvor Hannover 96 eliminiert hatte.

Nach dem 0:0 in Russland gewannen die "Magpies" das Rückspiel 1:0 (0:0). Zum Helden wurde der Ex-Freiburger Cisse, der mit der letzten Aktion des Spiels traf.

Holtby eingewechselt

Holtby kam in Mailand erst in der 58. Minute beim Stande von 0:2 zum Einsatz, der frühere Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson hatte wieder den Vorzug erhalten.

Zum Retter für die Spurs wurde der Togolese Emmanuel Adebayor mit seinem Treffer in der Verlängerung (96.).

Inter hatte durch Antonio Cassano (20.), Rodrigo Palacio (52.) und ein Eigentor von William Gallas (75.) die klare Hinspiel-Niederlage wettgemacht, das 4:1 von Ricardo Alvarez in der Verlängerung reichte nicht mehr (110.).

Torres verschießt Elfer

Chelsea hatte durch Juan Mata (34.) den Rückstand aus dem Hinspiel egalisiert, musste durch Vlad Chiriche (45.) aber einen Rückschlag hinnehmen.

Routinier John Terry (58.) und der spanische Welt- und Europameister Fernando Torres (71.), der in der 87. Minute noch einen Foulelfmeter an die latte knallte, schossen die "Blues" doch noch ins Viertelfinale.

Für das vom Ex-Aachener und -Cottbuser Laurentiu Reghecampf Steaua spielte auch Lukas Szuala (früher 1860 München und Aachen).

Sommer Basels Matchwinner

Zum Aufgebot Basels gehörten neben dem früheren Frankfurter und Kaiserslauterer Steinhöfer in Philipp Degen (Dortmund, Stuttgart), Marco Streller (Stuttgart, Köln) und Alex Frei (Dortmund) weitere frühere Bundesliga-Profis, Trainer Murat Yakin spielte ebenfalls in Deutschland (Stuttgart, Lautern).

Matchwinner war aber der Schweizer Nationaltorhüter Yann Sommer, der einen Foulelfmeter von Roman Schirokow parierte (86.) und die Verlängerung vermied.

Basel hatte seit der 45. Minute (Gelb-Rot gegen Spielmacher Marcelo Diaz) in Unterzahl agiert. Das einzige Tor für Zenit erzielte der belgische 40-Millionen-Mann Axel Witsel (30.).

Der Venezolaner Salomon Rondon erlöste Kasan mit der Rückennummer 99 nach 99 Minuten. Der eingewechselte Wladimir Djadjun sorgte für die Entscheidung (112.).

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