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Torjubel im Frankfurt-Style: Antreiber Sebastian Jung (l.) und Vollstrecker Marco Russ © getty

Frankfurt zelebriert gegen Bordeaux die Rückkehr in den Europacup. Djakpa zahlt Vehs Vertrauen zurück, Kadlec trifft schon wieder.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat den Rückenwind aus der Bundesliga mitgenommen und in Europa zum Höhenflug angesetzt.

2472 Tage nach dem letzten Gruppenspiel auf der internationalen Bühne feierten die Hessen mit dem 3:0 (2:0) gegen Girondins Bordeaux ein Traum-Comeback und in der Gruppenphase der Europa League damit einen Auftakt nach Maß.(780082DIASHOW: Der 1. Spieltag)

"Es ist ist begeisternd, wie unsere Fans und unsere Mannschaft aufgetreten sind. Das Team war von Anfang an konzentiert und hat kaum Chancen zugelassen", sagte Sportdirektor Bruno Hübner bei "Sky" nach dem gelungenen Europapokal-Abend, den die Frankfurter in vollen Zügen genossen: "Die Euphorie ist riesig, und wir saugen sie auf, das tut uns gut."

Neuzugang Vaclav Kadlec (4.), Marco Russ (14.) und Constant Djakpa (52.) erzielten vor 44.000 Zuschauern die Tore gegen den französischen Pokalsieger, der nach einer Notbremse von Lucas Orban (61.) in Unterzahl spielte und im Tableau F wohl Frankfurts ärgster Widersacher im Kampf um den Gruppensieg sein wird. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der nächste Spieltag führt die Eintracht am 3. Oktober zu Apoel Nikosia nach Zypern, dritter Gegner ist der israelische Meister Maccabi Tel Aviv.

Kadlec trifft aus abseitsverdächtiger Position

Der Erfolg ausgerechnet am 19. September könnte für den Bundesligisten zudem ein gutes Omen sein: Bereits vor 34 Jahren war die Eintracht an jenem Datum in die Europapokal-Saison gestartet - am Ende stand mit dem Gewinn des UEFA-Cups der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte zu Buche.

Mit einer starken Anfangsphase legten die Frankfurter den Grundstein für den hochverdienten Erfolg.

Der tschechische Neuzugang Kadlec, der in den Play-offs gegen FK Karabach Agdam noch nicht spielberechtigt gewesen war, drosch im Abseits stehend den Ball zur frühen Führung in die Maschen, Russ verwertete ein halbhohes Zuspiel von Tranquillo Barnetta per Direktabnahme zum zweiten Treffer.

Barnetta verpasst knapp

Schon zuvor (14.) hätte der agile Schweizer Barnetta den furiosen Frankfurter Auftakt veredeln können - am zweiten Pfosten rauschte er an der scharfen Hereingabe von Takashi Inui aber knapp vorbei.

Nach etwa 20 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der auch Bordeaux vereinzelt Lücken in der Frankfurter Abwehr fand.

Die beste Chance der Gäste ließ Andre Poko (25.) mit einem Kopfball knapp neben das Gehäuse aber aus. Auf der anderen Seite scheiterten kurz vor der Pause nach Kontern Inui und Barnetta.

Djakpa ersetzt Okzipka

Frankfurts Trainer Armin Veh veränderte seine Startformation im Vergleich zum 3:0-Erfolg am Wochenende bei Werder Bremen nur auf einer Position.

Für den verletzten Bastian Oczipka rückte Djakpa nach, zudem fehlten die Leistungsträger Pirmin Schwegler, Jan Rosenthal und Alex Meier.

Auch nach der Pause kamen die Hausherren besser aus der Kabine.

Rode gibt Entwarnung

Djakpa sorgte mit seinem Freistoß aus dem Lehrbuch für noch deutlichere Verhältnisse.

Trotz des komfortablen Polsters hielt Frankfurt in der Folge das Tempo hoch und setzte die Gäste mit Pressing vor allem im Mittelfeld immer wieder unter Druck. Den Angriffsbemühungen fehlten dann aber die letzte Entschlossenheit und Präzision.

Sorgen bereitete nur die Auswechslung von Sebastian Rode. Nach 70 Minuten humpelte der Mittelfeldspieler mit einer Knieverletzung vom Platz.

Nach der Partie gab er aber selber Entwarnung. "Es ist nichts Ernstes", sagte der 22-Jährige. Rode ging davon aus, am Sonntag in Stuttgart spielen zu können.

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