Nach den Angriffen von Hooligans des italienischen Erstligisten AS Rom auf Anhänger von Tottenham Hotspur hat sich nun der italienische Verband FIGC entschuldigt.

In einem offiziellen Brief an den englischen Verband FA verurteilte FIGC-Präsident Luigi Abete die Randale im Zentrum Roms ebenso wie die antisemitischen Parolen während der Begegnung in der Europa League am Donnerstag zwischen AS-Stadtrivale Lazio Rom und den Spurs (0:0).

"Leider war wieder einmal ein Fußballmatch Vorwand für eine Gruppe von Kriminellen, um ihren rassistischen und antisemitischen Wahnsinn freien Lauf zu geben. Der Angriff auf die englischen Fans verletzt das Ansehen unseres Fußballs und entspricht keineswegs der Gastfreundlichkeit Roms", hieß es in dem Brief an den FA-Präsidenten David Bernstein.

Der englische Verband hatte bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Freitag eine genaue Untersuchung der Vorfälle gefordert. "Wir sind betrübt und alarmiert über die Ausschreitungen und die Gesänge", sagte ein FA-Sprecher.

Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff seit längerer Zeit geplant war. Die Ermittler berichteten, dass die Rowdys gezielt auf die Tottenham-Anhänger in einem Lokal auf dem Platz Campo dei Fiori losgegangen seien. Dabei wurden zehn Fans verletzt, ein Engländer musste mit schweren Stichwunden notoperiert werden.