Ein kroatisches Gericht hat am Montag acht Hooligans zu zwei bis zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Den Angeklagten wurde vorgeworfen, im Dezember 2010 einen Bus mit Anhängern des griechischen Klubs PAOK Saloniki angegriffen zu haben.

Die griechischen Fans waren auf dem Weg zum Europa-League-Spiel zwischen Dynamo Zagreb und PAOK. Vier Personen wurden bei der Attacke verletzt.

Die Richter stuften den Angriff als "klassisches Beispiel für Hooliganismus" und als "grausame Tat" ein, berichtete die nationale Nachrichtenagentur "HINA".

Die Angeklagten im Alter zwischen 18 und 23 Jahren hatten den Bus mit rund 40 griechischen Fans mit Steinen beworfen.

Nachdem die Fenster des Busses zu Bruch gegangen waren, warfen die Beschuldigten gemeinsam mit rund 30 nicht identifizierten Mittätern Fackeln in den Bus.

Der Brand konnte erst von der Feuerwehr gelöscht werden. Die Anklage gegen eine neunte Person wurde wegen Mangels an Beweisen fallen gelassen.

Gewaltbereite Fans von Dynamo Zagreb sind in Europa berüchtigt. Erst im November war ihnen die Einreise zum Champions-League-Spiel von Zagreb bei Paris St. Germain vom französischen Innenministerium untersagt worden.

Trotz des Verbots wurden drei Dynamo-Fans für ihre Beteiligung an Straßenkämpfen in Paris zu vier Monaten Haft verurteilt. Rund 125 Kroaten waren vor dem Spiel von der französischen Polizei festgesetzt worden.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel