Vor dem abschließenden Gruppenspiel in der Europa League gegen Rosenborg Trondheim lobt Ex-Bayer-Manager Reiner Calmund im SPORT1-Interview Leverkusens Stürmer Stefan Kießling und wünscht ihn sich im Dress der Nationalmannschaft.

Außerdem spricht er über die Gründe für den Aufschwung der Werkself und das Trainerduo Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä.

"Jogi Löw muss den Namen Kießling in seinem Notizbuch nochmal dick unterstreichen. Da geht es auch gar nicht darum zu fragen, ob er nun ins Konzept, in das System passt. Man muss ja auch taktische Möglichkeiten haben. Es gibt Spiele, bei denen man mit der Brechstange ran muss und da kann man so einen Spieler immer gebrauchen. Zumal er auch ein Teamplayer ist, der auch nicht motzt, wenn er auf der Bank oder der Tribüne sitzt", schwärmt Calmund über den Stürmer.

Den Höhenflug der Werkself findet er bemerkenswert: "Leverkusen war der Gewinner des letzten Spieltages. Sie haben die Schlappe der Frankfurter in Düsseldorf und das magere 1:1 der Schalker gegen Gladbach ausgenutzt. Schalke kriselt ein wenig, Leverkusen hat nun fünf Punkte mehr und schon drei Punkte mehr als Dortmund. Das ist schon bemerkenswert."

Dem Trainer-Modell mit einer Doppelspitze Lewandowski/Hyypiä wie in Leverkusen praktiziert, kann er nur bedingt zustimmem: "Es ist immer eine schwierige Konstellation - aber es hat ja geklappt. Es gab schon Anlaufschwierigkeiten, aber es hat sich jetzt alles gefunden und sie ergänzen sich gut. Der Erfolg gibt ihnen recht. Aber ich bezweifle, dass das überall zur Nachahmung zu empfehlen ist."

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