Der zweimalige italienische Meister Lazio Rom hat nach dem 0:2 (0:0) im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League bei Fenerbahce Istanbul schwere Vorwürfe gegen die Europäische Fußball-Union (UEFA) und Schiedsrichter William Collum (Schottland) erhoben.

Der Serie-A-Klub des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose fühlt sich benachteiligt. Vor allem der umstrittene Strafstoß gegen Lazio nach einem angeblichen Handspiel von Stefan Radu, der die Römer in Rückstand brachte (78.), erzürnt die Italiener. Zudem mussten die Gäste nach der Gelb-Roten Karte gegen Ogenyi Onazi (47.) fast die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl spielen.

"Ich will nicht glauben, dass die UEFA gegen uns voreingenommen ist. Aber es ist schon komisch, dass wir bei unseren bisherigen fünf Spielen in den K.o.-Runden zwei Rote Karten und vier Elfmeter hinnehmen mussten", sagte Trainer Vladimir Petkovic: "Diese zwei Tore sind nicht nur Fenerbahces Verdienst. Hier haben wir keinen schönen Fußball, sondern nur einen beeinflussten Schiedsrichter gesehen."

Auch Lazios Sportdirektor Igli Tare griff den Referee an, da Collum bei seiner Elfmeter-Entscheidung offensichtlich falsch lag. Radu sprang der Ball bei einem Kopfball-Duell zwar tatsächlich an die Hand. Der Rumäne sah den Ball aber gar nicht und hätte zudem aufgrund der kurzen Entfernung nicht mehr reagieren können.

"Offenkundig beeinflusst ein volles Stadion den Schiedsrichter. Wir werden das Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen, doch unsere Tifosi werden sich vor dem Olympiastadion in Rom versammeln, um uns unterstützen. Wir werden die Aufholjagd versuchen", sagte Tare.

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