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Im Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Bayern und Potsdam hat noch der 1. FFC die Nase vorn © getty

Das Liga-Finale ist an Spannung kaum zu überbieten, denn nur ein Tor trennt Turbine Potsdam und den FC Bayern im Titelkampf.

Von Jessica Pulter

München - Telefone werden heiß laufen und der Blick zur Uhr wird unerträglich.

Wenn am Sonntag um 14 Uhr der letzte Spieltag der Frauen-Bundesliga angepfiffen wird, ist der Titelkampf an Spannung kaum zu überbieten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Denn es ist nur ein Tor, dass den 1. FFC Turbine Potsdam und den FC Bayern München trennt.

Es wird 90 Minuten lang ein Wettschießen um die Deutsche Meisterschaft.

Ein Tor Vorsprung

Turbine Potsdam geht mit dem Vorteil der Tabellenführung in die Partie. 51 Punkte hat die Mannschaft bislang gesammelt und weist dabei eine Torbilanz von 64:19 auf.

Das sind plus 45 Tore auf dem Habenkonto, aber nur ein Treffer mehr als beim punktgleichen Tabellenzweiten FC Bayern (66:22).

Um sich den Titel zu holen, muss Turbine daher mindestens genauso hoch gewinnen, wie der FCB beim Tabellenletzten TSV Crailsheim.

Kein Selbstläufer für Potsdam

Potsdam spielt am Sonntag vor heimischem Publikum gegen den VfL Wolfsburg, die man in der Hinrunde mit 5:1 schlug. Ein Selbstläufer ist das Spiel aber trotzdem nicht.

"Zuhause haben wir uns gegen Wolfsburg immer schwer getan", erklärt Trainer Bernd Schröder.

Doch nach dem 0:7-Debakel im DFB-Pokal-Finale gegen den FCR Duisburg am vergangenen Wochenende wollen die Potsdamerinnen unbedingt beweisen, dass sie auch besser spielen können. (Duisburg feiert historischen Sieg)

"In dem Spiel können wir das Pokalfinale wenigstens ein wenig gerade rücken. Denn das war peinlich für uns und unsere Fans", meint Potsdams norwegische Nationalspielerin Leni Larsen Kaurin.

Wörle: "Ein Herzschlagfinale"

Bayern muss sich noch vom Schock der 0:4-Niederlage gegen Duisburg am Mittwoch erholen.

"Die Mannschaft muss wieder aufgebaut werden", erklärt FCB-Coach Günther Wörle, der aber auch davon ausgeht, dass es bis zu letzten Minute spannend bleibt: "Das wird ein Herzschlagfinale."

FCB gegen das Schlusslicht

Für die Münchnerinnen spricht allerdings, dass sie zwei Tore mehr geschossen und mit Crailsheim die vermeintlich leichtere Aufgabe vor sich haben.

Denn der Absteiger hat bislang 76 Gegentreffer kassiert, der schlechteste Wert der Liga. Mit einem Sieg gegen die Bayern könnte man eine verkorkste Saison aber positiv beenden.

Zudem müssen die Bayern auf Schützenhilfe aus Wolfsburg hoffen, denn nur wenn die Niedersachsen sich nicht einem Torrausch der "Torbinen" ergeben, wird es ein fairer Saison-Ausgang.

Außenseiterchance für Duisburg

Eine minimale Chance auf die Meisterschaft hat auch noch Double-Gewinner Duisburg. Der Pokal- und UEFA-Cup-Sieger liegt einen Punkt hinter Potsdam und München.

Sollten beide Teams Nerven zeigen und nicht gewinnen, könnten der FCR mit einem Heimsieg gegen Freiburg doch noch vorbeiziehen.

Der DFB hat daher drei Delegationen zu den Entscheidungsspielen geschickt, um am Sonntag den Meister zu ehren - wer auch immer das sein wird.

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