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Linda Bresonik will auch die Italienerinnen im Viertelfinale stehen lassen © getty

Das DFB-Team ist in einem EM-Viertelfinale noch ungeschlagen. Italien aber mache aus einer "halben Chance zwei Tore".

Lahti - Auf dem Weg in den europäischen Fußball-Himmel soll das EM-Viertelfinale gegen die Squadra Azzurra nur eine Durchgangsstation sein.

Die deutschen Titelverteidigerinnen wollen mit einem Erfolg gegen Außenseiter Italien im finnischen Lahti (ab 14.45 Uhr LIVE) den Sprung ins Halbfinale schaffen und so dem großen Ziel vom siebten EM-Triumph ein großes Stück näher kommen.

So sehen jedenfalls schon vor dem Viertelfinale die Planungen in der Chefetage des DFB aus.

Der Verband will mit einem fünften EM-Sieg in Folge die Begeisterung für die WM 2011 in Deutschland anfachen.

DFB-Frauen ungeschlagen im Viertelfinale

"Es wäre einfach ein Traum, als Europa- und Weltmeister in die WM im eigenen Land zu gehen", sagte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg im Vorfeld der Partie.

Und weiter: "Es täte allen richtig gut, wenn wir hier mit dem Pott heimfahren würden."

Doch trotz der klaren Favoritenstellung der deutschen Frauen, die mittlerweile seit 23 EM-Partien ungeschlagen sind und die noch nie ein Viertelfinale bei den kontinentalen Titelkämpfen verloren haben, warnt DFB-Trainerin Silvia Neid vor den Außenseiterinnen. (Der EM-Spielplan: Ergebnisse und Tabellen)

Neid warnt vor der Effektivität

"Die Italienerinnen haben in der Vorrunde gegen England und Russland gewonnen, obwohl sie nie die bessere Mannschaft waren", erklärte die 45-Jährige.

"Sie haben aus einer halben Chance jeweils zwei Tore gemacht. Das ist das Gefährliche an ihnen. Sie machen aus nichts was."

"Italien hat eine unangenehm zu spielende Mannschaft", bestätigt auch Simone Laudehr im Interview mit Sport1.de.

Die drei Siege der Mannschaft gegen Norwegen (4:0), Frankreich (5:1) sowie Island (1:0) haben jedenfalls für das nötige Selbstbewusstsein gesorgt.

"Wenn wir spielen, was wir können, sehe ich kein Team, das uns das Wasser reichen kann", meinte Torhüterin und "Italien-Expertin" Nadine Angerer.

Wunschgegner Italien

Nach Ansicht der 30-Jährigen, deren Vater Italiener ist, sind die Südeuropäerinnen der optimale Viertelfinal-Gegner: "Die Italienerinnen sind giftig, aggressiv und willensstark. Aber sie waren mein Wunschgegner", sagt sie.

Ich denke, dass es für uns wichtig ist, gegen eine kampftstarke Mannschaft zu spielen. So können wir auch über den Kampf ins Spiel kommen."

Für zusätzliches Selbstvertrauen dürfte auch ein Blick auf die Bilanz sorgen.

Die Deutschen konnten von den 23 bisherigen Partien gegen die Azzurri elf gewinnen und haben nur viermal verloren.

Fragezeichen hinter Prinz-Einsatz

Einer der wichtigsten Erfolge gelang den Deutschen bei einer EM: Im Finale von Oslo im Jahr 1997 hieß es am Ende 2:0.

Inka Grings, die gegen Island den entscheidenden Treffer erzielte, nach 15 Minuten wegen einer Knieprellung den Platz jedoch wieder verlassen musste, wird wohl mit von der Partie sein.

Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Birgit Prinz, die aufgrund einer Bänderdehnung im Sprunggelenk erst noch fit gemacht werden muss.

Die voraussichtliche deutsche Aufstellung:

1 Angerer - 22 Schmidt, 5 Krahn, 17 Hingst, 4 Peter - 18 Garefrekes, 14 Kulig, 10 Bresonik, 7 Behringer - 9 Prinz, 8 Grings

Schiedsrichterin: Jenny Palmqvist (Schweden)

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