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Wollen auch gegen die USA jubeln: Inka Grings (l.) und Birgit Prinz © getty

Mit dem Spitzenspiel gegen die USA beginnt für die DFB-Frauen die WM-Vorbereitung. Trainerin Neid verzichtet auf Experimente.

Augsburg - Der EM-Triumph von Helsinki liegt zwar erst 48 Tage zurück, doch für die deutschen Fußballerinnen zählt schon jetzt nur noch das WM-Eröffnungsspiel in 604 Tagen in Berlin.

"Für uns beginnt nun die Vorbereitung auf die WM 2011. Das ist der erste Test mit Blick auf die WM", sagte DFB-Trainerin Silvia Neid vor dem Länderspiel der Superlative in Augsburg (18 Uhr).

In der ausverkauften Arena stehen sich der zweimalige Welt- und siebenmalige Europameister Deutschland und der zweimalige Weltmeister sowie dreimalige Olympiasieger USA gegenüber.

"Ich bin davon überzeugt, dass uns die Amerikanerinnen so richtig fordern werden. Sie werden uns alles abverlangen. Ich bin gespannt, wie sich unsere Spielerinnen präsentieren werden", erklärte Neid vor dem Duell der Erzrivalen, das 28.367 Zuschauer im Stadion verfolgen werden.

"Das wird ein knallharter Kampf"

Der große Zuschauerzuspruch beim ersten Auftritt der Deutschen nach der EM kommt nicht von ungefähr. Etwas Besseres als die Begegnung der Rekord-Weltmeister gibt es derzeit im Frauenfußball nicht zu sehen.

Die deutsche Auswahl, die USA und Vize-Weltmeister Brasilien spielen momentan in einer eigenen Liga.

"Zwei Weltmächte des Frauenfußballs treffen aufeinander. Das wird ein knallharter Kampf", sagte Mittelfeldspielerin Simone Laudehr:

"Das wird auf jeden Fall ein schweres Stück Arbeit für uns."

Spiele gegen Topteams wichtig

Solche harten Auseinandersetzungen mit den Topteams sind für das deutsche Team nach Ansicht von Neid im WM-Vorfeld absolut notwendig.

"Da wir bis zur WM keine Pflichtspiele absolvieren werden, weil wir als Gastgeber nicht in die Qualifikation gehen müssen, werden wir in Zukunft hoffentlich gegen viele Mannschaft von dieser Qualität spielen können", erklärte die Trainerin.

Neid kennt die Qualitäten der US-Girls, die von der Schwedin Pia Sundhage trainiert werden.

Keine Experimente

"Pia Sundhage hat das Team ein wenig verjüngt. Sie hat eine gute Spiel-Philosophie, die sie ihrem Team vermittelt hat. Es verfügt über spielerische Qualitäten und eine gute Fitness", sagte Neid.

"Zudem kann man davon ausgehen, dass ihre Mannschaft gut vorbereitet sein wird. Die Saison in den USA ist beendet, so dass die Spielerinnen frühzeitig zusammengezogen werden konnten."

Um gegen die US-Amerikanerinnen zu bestehen, verzichtet Neid auf Experimente. Alle 18 Spielerinnen des deutschen Kaders waren bei der Europameisterschaft dabei.

Aus dem 22-köpfigen EM-Kader fehlen nur die verletzten Melanie Behringer und Ariane Hingst, Kerstin Stegemann (Laufbahn-Ende) sowie die dritte Torfrau Lisa Weiß.

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