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Lira Bajramaj (l.) und Anja Mittag bejubeln den vorzeitigen deutschen Meistertitel © getty

Das Team von Bernd Schröder gewinnt knapp gegen Bad Neuenahr und sichert sich die vierte Meisterschaft der Vereinsgeschichte.

Potsdam - Als die Mission Titelverteidigung erfolgreich beendet war, ließen die "Torbienen" von Turbine Potsdam die Sektkorken knallen.

Das Team von Trainer Bernd Schröder sicherte sich durch ein 1:0 (0:0) gegen den SC Bad Neuenahr bereits am vorletzten Spieltag die vierte deutsche Meisterschaft und erfüllte Teil eins des Double-Traums.

"Das ist ein besonderer Titel. Wir haben die Liga beherrscht, hatten den besten Angriff und die beste Abwehr", sagte Schröder, der nach dem Abpfiff von seinen Spielerinnen mit Sekt "geduscht" wurde.

Kapitän Jennifer Zietz, die die Meisterschale von DFB-Präsident Theo Zwanziger überreicht bekam, dachte in der Stunde des Triumphs bereits an das Champions-League-Finale am 20. Mai in Madrid gegen Olympique Lyon.

"Wir fahren nicht dahin, um Zweiter zu werden", sagte Zietz.

Schmidt mit dem entscheidenden Tor

Mit 56 Punkten ist Potsdam am letzten Spieltag nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen.

Verfolger FCR Duisburg (5:0 gegen den SC Freiburg/51 Zähler) hat vor dem Saisonabschluss am kommenden Wochenende bereits fünf Punkte Rückstand.

Nationalspielerin Bianca Schmidt (68.) besiegelte mit ihrem Kopfballtor vor 2816 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion den Turbine-Triumph, den auch Zwanziger ("Ihr seid die beste Mannschaft Deutschlands") würdigte.

Zwanziger hofft auf die Königsklasse

Der DFB-Boss machte dem alten und neuen Meister auch Mut für das Finale der Königsklasse.

Zwanziger: "Es wäre toll, wenn wir den wichtigsten europäischen Wettbewerb gewinnen würden."

Brandenburgs Ministerpräsident und Edelfan Matthias Platzeck meinte voller Stolz: "Wer hätte gedacht, dass wir so durchmarschieren. National und international haben wir Spitzenfußball gezeigt."

Bereits 2004, 2006 und 2009 war Potsdam Meister geworden.

Frankfurt macht sich Hoffnungen

DFB-Pokalfinalist Duisburg verteidigte Platz zwei und machte einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation.

Verfolger 1. FFC Frankfurt schaffte zwar ein 13:0 (8:0)-Kantersieg gegen Absteiger Tennis Borussia Berlin, hat aber vor dem 22. Spieltag drei Punkte und fünf Tore Rückstand auf Duisburg.

Sollte Potsdam allerdings die Königsklasse gewinnen, wäre auch der Tabellendritte für die Champions-League-Saison 2010/2011 qualifiziert.

Saarbrücken sichert den Klassenerhalt

Der 1. FC Saarbrücken sicherte sich derweil durch ein 1:0 (1:0) beim direkten Konkurrenten SG Essen-Schönebeck den Klassenerhalt.

Essen und Freiburg machen am letzten Spieltag im direkten Duell den zweiten Absteiger nach Berlin unter sich aus.

Bayern München setzte sich 4:1 (2:0) beim Hamburger SV durch.

VfL Wolfsburg siegte mit 6:1 (4:0) beim FF USV Jena.

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