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Torjägerin Alexandra Popp (l.) spielt in der Bundesliga für den FCR 2001 Duisburg © imago

Das Team um Torjägerin Popp möchte die WM mit einem Finalsieg gegen Nigeria krönen, ist aber vor den Afrikanerinnen gewarnt.

Bielefeld - Finale, Rekord und Lob von höchster Stelle:

Schon vor dem krönenden Abschluss der U-20-Frauen-WM mit dem Endspiel zwischen Deutschland und Nigeria am Sonntag (15 Uhr) in Bielefeld hatten die Gastgeber reichlich Grund zur Freude.

Mit 397.385 Besuchern wurde die bisherige Bestmarke der WM vor zwei Jahren in Chile (351.309) getoppt, für das Finale auf der Alm gibt es keine Karten mehr, und FIFA-Boss Sepp Blatter schwelgte in höchsten Tönen.

"Ich muss dem Organisationskomitee und dem DFB ein Kompliment machen. Die U-20-WM ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Frauen-WM 2011 in Deutschland. Die Generalprobe ist geglückt", sagte der Schweizer im Beisein von OK-Präsidentin Steffi Jones mit Blick auf das Endturnier der Seniorinnen vom 26. Juni bis 17. Juli.

"Jetzt wollen wir einfach alles"

Und Blatter ergänzte: Die U-20-Titelkämpfe seien wichtig für die Entwicklung des Frauen-Fußballs.

Für den perfekten Abschluss will nun die Mannschaft von DFB-Trainerin Maren Meinert sorgen, die im Halbfinale am Donnerstag gegen Südkorea eine 5:1-Gala abgeliefert hatten.

"Jetzt wollen wir einfach alles", sagt die zweifache Torschützin Alexandra Popp. Und Meinert ergänzt: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft."

Coach Meinert erwartet anderes Spiel

Bei der letzten Hürde auf dem Weg zum zweiten Titel nach dem Triumph bei dem damals noch als U-19-WM geführten Wettbewerb 2004 erwartet Meinert gegen Nigeria ein völlig anderes Spiel.

"Nigeria verteidigt mit einer direkten Gegner-Zuordnung, das ist neu für uns", erklärt die 36-Jährige und warnt vor den physischen Fähigkeiten: "Ihre besondere Schnelligkeit und Schusskraft machen sie unberechenbar."

Nigeria ist das Überraschungsteam

Die Westafrikanerinnen setzten sich im Halbfinale 1:0 (1:0) gegen Kolumbien durch. Bereits im Viertelfinale hatten sie mit dem Sieg gegen Titelverteidiger USA (4:2 i.E.) für Furore gesorgt. (Alle Fußball-News)

"Sie kommen mit viel Selbstbewusstsein in diese Partie. Da besteht die Gefahr, dass sie über sich hinauswachsen", so Meinert.

Nigeria-Coach Ndem Egan sieht indes sein Team klar in der Außenseiterrolle: "Wir wissen, dass wir jetzt gegen den WM-Gastgeber spielen müssen und gegen die Zuschauer."

Abschied aus Bochum

Am Freitagmittag verabschiedete sich der DFB-Tross vom Erfolgsstandort Bochum.

Vier der fünf Siege feierten die Deutschen im Ruhrstadion.

"Wir hatten eine tolle Zeit hier, aber wir wollten immer nach Bielefeld", sagt Popp und verweist auf ein schmales, blaues Band an ihrem linken Knöchel, das sie nach jedem Treffer als erstes berührt und das den Schriftzug "Bielefeld WM-Finale 2010" trägt.

Plan für Siegesfeier steht

Wie sehr die Mannschaft an die Erfüllung ihres Traums glaubt, lässt Kristina Gessat durchblicken.

Die Verteidigerin vom Zweitligisten FSV Gütersloh kommt aus der Nähe von Bielefeld - und hat bereits Pläne für die Siegesfeier in der Schublade.

"Wir wollen erst eine Party mit den Familien machen - und dann ziehen wir wohl noch weiter in einen Club", verrät die 19-Jährige.

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