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Turbine Potsdam mit Monique Kerschowski (l.) hat bereits fünf Mal die Deutsche Meiterschaft gewonnen © getty

Turbine Potsdam strebt die Titelverteidigung in der Champions-League an, doch der FCR Duisburg will Revanche für die Schlappe 2010.

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Rund 3000 Tickets sind bereits für das Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FCR Duisburg und Turbine Potsdam am Samstag verkauft.

Der FCR freut sich über eine nie dagewesene Aufmerksamkeit.

"Das ist ein fantastischer Zuspruch. Auch im Medienbereich. Es waren niemals zuvor so viele Journalisten zu einem Spiel bei uns angemeldet wie diesmal", sagte der Duisburger Geschäftsführer Timo Skrzypski.

Beide Teams sind gespickt mit einer Vielzahl international erfahrener Spielerinnen.

Fehlen wird dabei lediglich die gelbgesperrte Duisburger Nationalspielerin Simone Laudehr - nicht nur deshalb geht Potsdam, der Titelverteidiger, alte und neue deutsche Meister, favorisiert in dieses Duell.

Potsdams Glück

Schon im vergangenen Jahr trafen beide Teams in der Vorschlussrunde der Königsklasse aufeinander. Turbine kam über ein dramatisches Elfmeterschießen ins Finale - und gewann auch dieses im Elfmeterschießen.

"Dieses Glück können wir nicht ein zweites Mal erwarten", warnt Turbine-Trainer Bernd Schröder. "Es kommt darauf an, dass wir schnell ins Spiel finden. Die Tagesform wird entscheiden."

Potsdams Nationalspielerin Anja Mittag motiviert sich mit der Erinnerung an das vergangene Jahr:

"Das Halbfinale damals war ein tolles Erlebnis. Und wenn du einmal so weit gekommen bist, willst du auch ins Finale."

Duisburg will Revanche

Auch Marco Ketelaer, Trainer des FCR Duisburg, hat nur ein Ziel vor Augen: das Finale um Europas Krone am 26. Mai in London. Ketelaer:

"Alle sind extrem konzentriert bei der Arbeit, alle wollen unbedingt in dieses Endspiel. Dafür werden wir alles tun."

Beim amtierenden Champion Potsdam hingegen ruht ein Großteil der Hoffnungen auf einer ehemaligen Duisburgerin: Fatmire Bajramaj. Für die gebürtige Kosovarin dürfte es ein ganz besonderes Spiel sein.

Die 23-Jährige spielte von 2004 bis 2009 für den FCR und verabschiedete sich mit den Titeln im UEFA-Cup sowie im DFB-Pokal.

Wechselgerüchte um Bajramaj

Mittlerweile ist Bajramaj als Spielmacherin von Turbine das Herzstück des Potsdamer Spiels, feierte mit zwei Meisterschaften (2010, 2011) und dem Gewinn der Champions League im vergangenen Jahr ihre größten Erfolge.

Ihre Beckenprellung vom verlorenen Pokalfinale gegen Frankfurt hat Bajramaj vollständig auskuriert.

Und auch die Wechselgerüchte um die Weltmeisterin von 2007 - im Gespräch ist der 1. FFC Frankfurt - sollen das Glamour-Girl des deutschen Fußballs nicht davon abhalten, Turbine neuerlich ins Endspiel der Champions League zu führen.

Die mediale Aufmerksamkeit bei diesem Unterfangen sollte ihr sicher sein.

"Jetzt schmerzt auch die um einen Punkt verpasste Meisterschaft nicht mehr. Wir haben in dieser Saison den schönsten Fußball gezeigt und die Champions-League-Qualifikation geschafft."

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