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Gehörte noch zu den Besseren im DFB-Trikot: Kerstin Garefrekes © getty

Im ersten Spiel des EM-Jahres reicht der DFB-Elf gegen China ein Blitztor nicht zum Sieg. Zwei U-20-Spielerinnen debütieren.

Bielefeld - Die deutschen Fußball-Frauen sind am Aschermittwoch mit einer kleinen Enttäuschung in das EM-Jahr 2009 gestartet.

Die völlig neu formierte DFB-Auswahl, die auf fünf verletzte Stammspielerinnen verzichten musste, kam beim Länderspiel gegen China trotz einer starken Schlussphase in Bielefeld nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus.

Frühe Führung durch Grings

Rückkehrerin Inka Grings bedankte sich bei DFB-Trainerin Silvia Neid für die erste Nominierung nach drei Jahren und vier Monaten mit ihrem Blitztreffer zur 1:0-Führung (2.).

Doch zum Sieg reichte der Treffer nicht. Li Wen (20.) lenkte eine verunglückte Flanke ihrer Teamkollegin Xu Yuan zur großen Überraschung von Torhüterin Nadine Angerer vom Innenpfosten per Fuß zum 1:1-Ausgleich ins Tor.

Grings bedankt sich bei Neid

Vor 17.326 Zuschauern übernahm die deutsche Mannschaft vom Anpfiff an die Initiative.

Keine 120 Sekunden waren gespielt, da setzte sich Grings nach einer Kopfballvorlage von Spielführerin Kerstin Garefrekes in der Strafraummitte in ihrer berüchtigten Art gegen zwei Verteidigerinnen durch und brachte den Ball im chinesischen Gehäuse unter.

Beim Torjubel zeigte die 30-Jährige in Richtung Trainerbank, um sich bei Neid für den Einsatz zu bedanken.

Unsicherheiten in der Abwerh

Ohne die verletzten Defensiv-Stammkräfte Kerstin Stegemann, Annike Krahn und Ariane Hingst ließ die deutsche Hintermannschaft in der Folge immer wieder die gewohnte Sicherheit vermissen.

So entstand auch der Ausgleichstreffer über die verunsichert wirkende rechte Abwehrspielerin Isabell Bachor, die in ihrem 29. Länderspiel in der Viererkette einspringen musste.

Nach der Unsicherheit von Angerer prüften die Chinesinnen die deutsche Torfrau immer wieder mit Distanzschüssen, die die Frankfurterin aber entschärfte.

Debüt für Schmidt und Kulig

Zur zweiten Hälfte wechselte Neid munter durch, und bescherte den U-20-Nationalspielerinnen Bianca Schmidt und Kim Kulig ihre ersten Einsätze in einem A-Länderspiel.

Die deutsche Mannschaft versuchte weiter, durch schnelle Kombinationen Druck aufzubauen, war aber nicht zwingend genug.

Das änderte sich Mitte der zweiten Halbzeit. Für Schwung sorgte dabei die eingewechselte Martina Müller, die bei ihrer ersten guten Gelegenheit aus kurzer Distanz den Ball knapp verpasste (50.) und später zweimal per Kopf (67.) und mit einem Linksschuss (84.) nur den linken Pfosten traf.

Als beste Spielerinnen im DFB-Dress zeichneten sich Torschützin Inka Grings und Garefrekes bei ihrem 99. Länderspieleinsatz aus.

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