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Kerstin Garefrekes (l.) traf in ihrem 100. Länderspiel zum 2:0-Endstand © imago

Das stark verjüngte DFB-Team feiert zum Auftakt des Algarve Cup einen Sieg gegen Außenseiter Finland. Zwei Joker stechen.

München - Perfekter Start für die "Jugend-Bewegung" und tolles Länderspiel-Jubiläum für Kerstin Garefrekes:

Die aufgrund zahlreicher Ausfälle verjüngte deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat das Auftaktspiel des Algarve Cups gegen EM-Gastgeber Finnland dank der Treffer der eingewechselten Melanie Behringer (69.) von Kerstin Garefrekes (90. +1), die ihr 100. Länderspiel bestritt, hochverdient mit 2:0 (0:0) für sich entschieden.

Die deutsche Auswahl feierte damit den ersten Erfolg in der von DFB-Trainerin Silvia Neid ausgerufenen Experimentierphase vor der Europameisterschaft (23. August bis 10. September).

"Mussten uns reinbeißen"

"Wir haben 35 Minuten gebraucht, bis wir ins Spiel gefunden haben. Wir mussten uns ins Spiel reinbeißen. Mit der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden, da haben wir die richtigen Mittel nach vorne gefunden", sagte Neid.

Vor 100 Zuschauern im Estadio Municipal in Albufeira war die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die ohne die verletzten Stammkräfte Birgit Prinz, Kerstin Stegemann, Ariane Hingst, Annike Krahn und Simone Laudehr auskommen musste, in der Anfangsphase das deutlich aktivere Team.

Die Deutschen konnten sich allerdings trotz ihrer Überlegenheit zunächst keine Chancen erarbeiten.

Müller vergibt frühe Führung

Nach rund einer Viertelstunde hätte der Rekord-Europameister (sechs Siege), in dessen Kader sieben Spielerinnen 20 Jahre oder jünger sind, aber in Führung gehen müssen.

Angreiferin Martina Müller scheiterte freistehend an der finnischen Torhüterin Minna Meriluoto (17.).

Im Anschluss an diese Szene verflachte die Partie.

Probleme im Spielaufbau

Die DFB-Auswahl, die in der vergangenen Woche mit einem 1:1 gegen China ins EM-Jahr gestartet war, ließ die nötige Präzision im Spiel nach vorne vermissen.

Erst in den letzten Minuten vor der Pause erhöhten die Deutschen wieder die Schlagzahl. Fatmire Bajramaj (33.) und Inka Grings (38.) vergaben aber die sich bietenden Chancen.

Schwache Chancenverwertung

Nach dem Seitenwechsel intensivierte die deutsche Mannschaft noch einmal ihre Bemühungen, die Chancenverwertung blieb aber der Schwachpunkt der Neid-Elf.

Bianca Schmidt (49.) und Grings (51./57. ) vergaben gute Möglichkeiten.

Erst die sieben Minuten zuvor eingewechselte Behringer brach den Bann. Ihr Debüt feierte Katharina Baunach von Bayern München, die in der 76. Minute eingewechselt wurde.

Beste Spielerinnen aufseiten des DFB-Teams, der in den ausstehenden Gruppenspielen des Turniers in Portugal auf China (Freitag) und Schweden trifft, bevor am 11. März das Platzierungsspiel auf dem Programm steht, waren Grings und Mittelfeldspielerin Linda Bresonik.

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