vergrößernverkleinern
Kerstin Garefrekes (l.) hat in 101 Länderspielen 36 Mal getroffen © getty

Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Schweden spricht Kerstin Garefrekes bei Sport1.de über ihren Torhunger und den Gegner.

Von Jessica Pulter

Albufeira/München - Zwei Siege, fünf Tore und kein Gegentor - die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist beim Algarve Cup voll im Soll.

Beim topbesetzten Turnier in Portugal steht die DFB-Auswahl damit auf Platz eins der Gruppe A, ein Remis am Montag gegen Schweden reicht bereits um ins Finale gegen die USA einzuziehen.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg der deutschen Mannschaft hat Kerstin Garefrekes.

In Abwesenheit von Stammkräften wie Birgit Prinz oder Kerstin Stegemann übernahm die Frankfurterin viel Verantwortung und krönte ihre gute Leistung durch insgesamt drei Treffer in den Spielen gegen Finnland und China.

Vor dem letzten Gruppenspiel sprach Sport1.de mit Garefrekes über ihren Torhunger, ihr 100. Länderspiel und das Spiel gegen Schweden.

Sport1.de: Frau Garefrekes, der Algarve Cup läuft für Sie persönlich nach Maß. Hatten Sie sich vorgenommen, Ihr Torkonto so kräftig aufzustocken?

Kerstin Garefrekes: Natürlich bin ich froh, dass es in den ersten beiden Spielen für mich so gut gelaufen ist. Man geht ja immer mit dem Ziel in ein Spiel, die bestmögliche Leistung zu bringen. Allerdings geht es nicht nur um mich, sondern um die Mannschaft. Und als Mannschaft haben wir, vor allem im Spiel gegen China, eine gute Leistung geboten.

Sport1.de: Zudem haben Sie beim Cup Ihr 100. Länderspiel absolviert. Bedeuten Ihnen solche Zahlen etwas?

Garefrekes: Klar ist das schon etwas Besonderes, wenn man so viele Länderspiele absolviert hat. Aber letztlich ist die 100 auch nur eine Zahl. Es ist jetzt nicht so, dass mich das in irgendeiner Form belastet oder beflügelt hätte. Die Anspannung war vor meinem 100. Länderspiel nicht größer, als sonst auch.

Sport1.de: Welchen Moment in den 100 Spielen haben Sie besonders genossen?

Garefrekes: Da gibt es einige schöne Momente. Natürlich war der Gewinn der beiden Weltmeisterschaften 2003 und 2007 etwas ganz Besonders. Was mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben wird, ist der tolle Empfang am Frankfurter Römer 2007. Diese Momente auf dem Balkon, als uns tausende Fans zugejubelt haben und mit uns den Titel feierten - das ist schon unvergesslich.

Sport1.de: Die ersten beiden Spiele liefen sehr gut für die DFB-Auswahl. Was rechnen Sie sich gegen Schweden aus?

Garefrekes: Das wird eine schwere Aufgabe für uns. Sicherlich ist Schweden der stärkste Gegner in unserer Gruppe. Sie verfügen über einen starken Angriff, da sind wir vor allem in der Defensivarbeit gefordert. Aber wir können nach den ersten beiden Spielen selbstbewusst in diese Partie gehen. Wir müssen einfach versuchen von Anfang an unser Spiel durchziehen.

Sport1.de: Trainerin Silvia Neid hat ja auch vier junge Spielerinnen mitgenommen. Wie stark bringen sich diese bereits ein?

Garefrekes: Die jungen Spielerinnen haben sich gut in die Mannschaft integriert, es läuft auch im Spiel schon erstaunlich gut. Es macht jedenfalls großen Spaß mit ihnen. Und je häufiger wir zusammenspielen, desto besser wird es.

Sport1.de: Wie groß sind die Chancen, den Cup zu gewinnen?

Garefrekes: Grundsätzlich wollen wir natürlich jedes Spiel gewinnen. Ob es am Ende reicht, den Turniersieg zu erreichen, müssen wir abwarten. Jetzt konzentrieren wir uns erstmal auf das Spiel gegen Schweden. Dann sehen wir weiter.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel