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Martina Müller (l.) vom VfL Wolfsburg spielt seit 2001 für Deutschland © getty

Die deutschen Fußballerinnen verlieren zum Abschluss des Algarve-Cups gegen Dänemark. Dennoch zieht Silvia Neid ein positives Fazit.

Faro - Die deutschen Fußballerinnen haben zum Abschluss des Algarve-Cups in Portugal die zweite Niederlage innerhalb von 48 Stunden kassiert.

Nach dem 2:3 im letzten Gruppenspiel am Montag gegen Schweden unterlag die DFB-Auswahl Dänemark im kleinen Finale 0:1 (0:1) und musste sich wie im Vorjahr mit dem vierten Platz begnügen. (DFB-Frauen verpassen Finale)

"Der Sieg der Däninnen geht insgesamt in Ordnung. Durch den Rückstand wurden wir für unsere Spielweise bestraft. In der zweiten Halbzeit waren wir bemüht, aber die Spielerinnen wirkten sehr müde", sagte DFB-Trainerin Silvia Neid.

Julie Rydahl-Bukh (42.) erzielte den Treffer für die Däninnen gegen den Welt- und Europameister, der im vergangenen Jahr die Partie um Platz drei 0:2 gegen Norwegen verloren hatte und 2006 zum bislang einzigen Mal das Turnier gewonnen hatte.

Das Finale gewann am Abend Schweden mit einem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Titelverteidiger USA. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden.

Positives Fazit

Schon vor dem abschließenden Spiel hatte Neid ein positives Turnierfazit gezogen. (Finaleinzug hätte "Tatsachen verfälscht")

"Es lief fast optimal. Wir waren hier, damit einzelne Spielerinnen dazulernen. Wir werden viel mitnehmen. Die Spielerinnen, die hier dabei waren, konnten sich zeigen und ich weiß, welche Alternativen ich habe", sagte Neid.

Die 18 Jahre alte Kim Kulig vom Hamburger SV erklärte Neid zur "Gewinnerin des Turniers".

DFB-Elf ohne Stammkräfte

Bei der diesjährigen Ausgabe des Cups, der von Neid als erster Testlauf für die EM vom 23. August bis 10. September in Finnland genutzt wurde, verbuchte der Rekord-Europameister in der Vorrunde zunächst Siege gegen Finnland (2:0) und China (3:0).

Im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg unterlagen die Deutschen aber 2:3 gegen Schweden und verpassten das Finale.

Vor 200 Zuschauern im EM-Stadion von Faro setzte das stark verjüngte deutsche Team ohne die verletzten Stammkräfte Birgit Prinz, Kerstin Stegemann, Ariane Hingst, Annike Krahn und Simone Laudehr in der Anfangsphase keine großen Akzente.

Abwehrfehler zur Führung

Chancen blieben über weite Strecken des ersten Abschnitts Mangelware. Zweimal musste die deutsche Torhüterin Nadine Angerer bei Vorstößen der Däninnen eingreifen (21./36.), einmal tauchte Inka Grings gefährlich vor dem dänischen Tor auf (25.).

Kurz vor der Pause nutzten die Däninnen einen Abwehrfehler zur Führung.

Nach dem Seitenwechsel intensivierte das deutsche Team seine Bemühungen, gute Möglichkeiten erarbeitete sich die DFB-Auswahl aber zunächst nicht.

Es fehlte vor allem die Präzision im Spiel nach vorne und der Zug zum Tor.

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