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Steffi Jones (r.) wurde 2003 mit Deutschland Weltmeisterin © imago

Die Organisatoren der Frauen-WM gehen optimistisch ins Jahr. Mit einer Tatort-Kommissarin rühren sie in Frankfurt die Werbetrommel.

Aus Frankfurt berichtet Mathias Frohnapfel

Frankfurt am Main - Der Countdown zur Frauen-WM läuft. Bis zur Weltmeisterschaft im eigenen Land sind es noch 163 Tage und wer noch kein Ticket hat, der soll das aus Sicht der Organisatoren rasch ändern.

"Ich gehe davon aus, dass wir alle Tickets bis zur WM zu verkaufen", verkündete die Präsidentin des OK, Steffi Jones.

Eifrig genug warb Jones gemeinsam mit DFB-Präsident Theo Zwanziger beim Neujahresempfang des WM-OK.

"Auf dem Ball steht nicht: Nur für Männer. Er ist für alle da", sagte Zwanziger, der den integrativen Aspekt des Frauenfußballs hervorhob.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Und mit Altnationalspieler Günter Netzer sowie Schauspielerin Maria Furtwängler und Ex-Eiskunstlaufstar Katharina Witt waren einige weitere prominente Unterstützer nach Frankfurt gekommen.

"Schwachstellen sind normal"

Allerdings läuft laut Jones der Vorverkauf in einigen Orten schleppender als anderswo. "Dass es Schwachstellen gibt, an denen man nacharbeiten muss, ist normal", erklärte sie. "Wir werden den Kartenverkauf ankurbeln, wir gehen in den Endspurt und wollen ausverkaufte Stadien."

Jones ist das Gesicht der Frauen-WM, betonte aber: "Es ist nicht meine, sondern unsere WM."

Furtwängler fußballbegeistert

Herzlich begrüßte sie Maria Furtwängler, die sich zugleich lachend in unmittelbarer Nähe der Heimat von Eintracht Frankfurt als Bayern-Anhängerin bekannte.

Die Tatort-Kommissarin erklärte, sie engagiere sich auch deshalb für den Frauen-Fußball, "weil es in vielen Köpfen noch drin ist, dass Fußball eine Männersache ist."

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Und bei zwei fußballverrückten Kindern käme sie um den Sport ohnehin nicht herum.

Witt drückt die Daumen

Auch die Vorstreiterin für die Olympischen Spiele 2018 in München, Katharina Witt, drückte dem DFB für die WM beide Daumen. Natürlich hofft die frühere Eisprinzessin zugleich auf positive Effekte für die eigene Olympia-Bewerbung.

Jones versprach auf jeden Fall den Doppelpass anzunehmen und ihrerseits bei ihrer Willkommenstour in die WM-Teilnehmerländer wohlwollend auf München 2018 zu verweisen.

Jones träumt vom Titel

Nach Ende der Veranstaltung gestand Jones gegenüber den Reportern auch ein, dass sie vom Titel träume.

Die offizielle Sprachregelung im Frauennationalteam ist anders, schließlich ist es bis zum Finale ein weiter Weg und die anderen Nationen hätten nachgelegt, wie Co-Trainerin Ulrike Ballweg warnte: "Wir haben kein Abonnement auf den Titel."

Bundestrainerin Silvia Neid konnte wegen einer Grippe ebenso wenig teilnehmen wie Team-Managerin Doris Fitschen.

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