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Birgit Prinz (r.) bestreitet in Deutschland ihre fünfte WM © getty

Gegen Italien und die Niederlande beginnt bei den DFB-Frauen der Kampf um die Stammplätze. Die Squadra Azzurra gilt als Härtetest.

Marienfeld - Turnierrhythmus simulieren, Standards trainieren, die "goldene" Formation finden:

Im vorletzten Lehrgang für die Heim-WM (26. Juni bis 17. Juli) bekommt die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in der Klosterpforte in Marienfeld derzeit ihren Feinschliff für die Mission Titelverteidigung. 366780(DIASHOW: Der endgültige WM-Kader)

"Jetzt geht es auch darum zu sehen, wie wir im Eröffnungsspiel gegen Kanada auflaufen, Standards einzustudieren und das Angriffsspiel zu verfeinern", sagte Bundestrainerin Silvia Neid vor dem WM-Test am Freitag (18 Uhr) in Osnabrück gegen Italien.

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Logistische Abläufe proben

Rund drei Wochen vor dem Eröffnungsspiel gegen Kanada (26. Juni) trainieren die Welt- und Europameisterinnen mit einem Länderspiel-Doppelpack nicht nur ihre Wettkampfhärte - der gesamte DFB-Tross wird dabei auch die logistischen Abläufe proben, die während des Turniers bevorstehen.

Denn vier Tage später geht es in Aachen (16.30 Uhr) im vorletzten WM-Test gegen die Niederlande. Bereits am Samstagmittag siedelt das Team deshalb um.

Kampf um die Stammplätze

Seit Sonntag hat Neid ihre 21 Auserwählten in der idyllischen Klosterpforte nahe Gütersloh versammelt, nachdem sie zwei Tage zuvor fünf Spielerinnen mitteilen musste, dass der WM-Traum für sie geplatzt ist. Alle sind laut Co-Trainerin Ulrike Ballweg "fit und gesund", auch Torjägerin Inka Grings ist nach ihrem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder einsatzbereit.

Nun beginnt der Kampf um die Stammplätze: Aus diesen 21 muss sich nun die "goldene" WM-Anfangsformation herauskristallisieren.

Suche nach der perfekten Mischung

Nach dem erfolgreichen Test gegen Nordkorea (Bericht) soll der zweite WM-Härtetest weitere Aufschlüsse über die perfekte Mischung zwischen gesetzten Stammkräften wie Birgit Prinz und Neulingen wie Verena Faißt geben.

Denn auch wenn der Weltranglistenzwölfte Italien nicht für die WM-Endrunde qualifiziert ist - die weibliche Squadra Azzurra ist ein ernstzunehmender Gegner.

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"Unangenehmer Gegner"

In der Qualifikation musste sich die Auswahl von Trainer Pietro Ghedin im finalen Playoff dem Olympiasieger und WM-Mitfavoriten USA nach zwei knappen 0:1-Niederlagen geschlagen geben.

"Das ist ein unangenehmer Gegner, nicht einfach zu spielen, in seinen Aktionen häufig nicklig, man könnte es auch als schlitzohrig bezeichnen", sagte Ballweg. Deutschland tat sich mitunter schwer gegen die kompakten, konterstarken Italienerinnen.

Aus den bislang 24 Duellen stehen für die DFB-Auswahl zwölf Siege, acht Unentschieden und vier Niederlagen zu Buche. Die letzte Begegnung gewann Deutschland im Viertelfinale der EM 2009 mit 2:1.

Vorfreude auf WM-Start

Bei den Spielerinnen wächst derweil die Vorfreude auf den WM-Auftakt im Berliner Olympiastadion sekündlich. "Wir sind alle völlig fokussiert auf dieses Eröffnungsspiel.

Und in jedem Training arbeiten wir darauf hin", sagte Mittelfeldspielerin Celia Okoyino da Mbabi. Rekordnationalspielerin Prinz könnte sich keinen besseren Abschluss der Karriere im DFB-Trikot vorstellen: "Es war für mich auch ein Grund, warum ich in den letzten Jahren so hart trainiert habe: Um hier dabei zu sein."

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